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Jens Heitmann über die Solarbranche

Überfördert

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Jeden Kumpel im deutschen Steinkohlebergbau alimentiert der Steuerzahler mit etwa 70 000 Euro im Jahr – die Jobs in der Solarindustrie werden gegenwärtig doppelt so hoch subventioniert.

Auch wenn niemand bestreitet, dass den Wafer- und Zellproduzenten die Zukunft gehört, zeigt dieser Vergleich das absurde Ausmaß der Überförderung. Betreiber von Solaranlagen erhalten zur Zeit zwei Jahrzehnte lang 39 Cent je Kilowattstunde, die in das Stromnetz eingespeist wird. Das ist sechsmal soviel, wie dafür aktuell an der Leipziger Strombörse bezahlt wird.

Da wundert es nicht, dass hierzulande allein im vergangenen Jahr 40 Prozent mehr Neuanlagen installiert wurden, obwohl in Deutschland die Sonne weniger scheint als in anderen Weltregionen. Firmengründer wie Solarworld-Chef Frank Asbeck hat das zu Milliardären gemacht, die Branche insgesamt leidet hingegen unter den falschen Anreizen: Weil die Hersteller ihre Anlagen zu lange teuer verkaufen konnten, vernachlässigten sie Investitionen in Effizienz und Innovation – und haben nun gegen billigere Konkurrenten aus Fernost das Nachsehen.

Es ist unbestritten, dass Erneuerbare Energien ohne Subventionen noch nicht lebensfähig sind. Es ergibt aber keinen Sinn, die Verbraucher über ihre Stromrechnung Arbeitsplätze in China fördern zu lassen.

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