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Volker Goebel zur D-Linie
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Kommentar Volker Goebel zur D-Linie

Selten haben sich Politik und Verwaltung dermaßen verfahren wie bei den Planungen für die Stadtbahnstrecke durch die City. Erst der Streit um Nieder- oder Hochflurtechnik, dann die Präsentation einer 60 Millionen Euro teuren Variante, die zwar behindertengerecht wäre, zugleich aber erkennbare Verschlechterungen für die Fahrgäste brächte.

 Und die dazu beitragen würde, dass sich die Verkehrsprobleme in der Innenstadt noch einmal drastisch verschärfen. Die Üstra selbst hat nun offenbar genug von den verqueren Vorstellungen und zieht die Notbremse. Das ist mutig, denn die Üstra ist ein Unternehmen der Region Hannover; von ihr wird erwartet, dass sie brav ausführt, was Politik und Verwaltung beschließen. Grundsätzlich ist es ja richtig, dass nicht die Verkehrsbetriebe über Verkehrspolitik entscheiden.

Aber wenn sie etwas für Quatsch halten, müssen sie das sagen dürfen. Die Region hat versucht, die Üstra dazu zu nötigen, nur noch über eine Streckenvariante zu diskutieren. Jetzt aber äußert sich die Üstra als Expertin in eigener Sache, verwirft die millionenschweren Planungen und bietet eine Lösung an, die noch etliche Jahre tragen kann. Viele Hannoveraner werden applaudieren. Bei der Region wird man toben, aber hoffentlich dann doch erkennen: Es ist ein Weg aus der Sackgasse.

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