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Der Norden Brennender Trecker setzt Feld in Flammen
Nachrichten Der Norden Brennender Trecker setzt Feld in Flammen
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14:01 21.07.2018
Ein Trecker hat ein Feld bei Bad Münder in Brand gesetzt. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Bad Münder
Bad Münder

Großeinsatz für die Feuerwehr am Freitagabend in Bad Münder: Weil Flammen aus dem Motorraum eines Treckers schlugen, gerieten durch Funkenflug mehrere Strohballen und das Stoppelfeld in Brand. Das Feuer breitete sich auf dem trockenen Untergrund schnell aus.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der pendelnen Tanklöschfahrzeuge, die Wasser heranschaffen mussten, war die B442 gesperrt.

Der Trecker, an den eine Strohballenpresse angehängt war, brannte aus. Der Schaden wird mit 150.000 Euro beziffert.

Die Landwirtschaftskammer hat derweil vor der hohen Brandgefahr gewarnt: Wegen der anhaltenden Trockenheit sei das Risiko besonders bei der Sommergetreideernte in den nächsten beiden Wochen hoch, sagte Kai-Hendrik Howind von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Seit Wochen sei vielmehr Wasser verdunstet als durch Regen niedergegangen sei: „Wir haben ein Niederschlags-Defizit von etwa 200 Litern pro Quadratmeter, in einigen Regionen sind es auch 300 Liter. Boden und Vegetation sind völlig ausgetrocknet.“

Bei den Erntearbeiten mit großen Maschinen komme es auf dem Feld oft vor, dass etwa ein Schneidemesser auf einen Stein treffe und so Funkenschlag entstehe. Auch sei das Maschinenöl sehr heiß und die Staubentwicklung hoch. All dies erhöhe das Brandrisiko. „Ein Funke kann genügen, damit sich ein Feuer entwickelt.“ Wie bei Waldbränden könnten auch Glasscherben durch die Sonnenreflexion zum Auslöser von Bränden werden. Einige Landwirte hätten sich vorbereitet und vorsichtshalber Wasser-Tankwagen an die Erntefelder gestellt.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnte diese Woche, dass bei den aktuellen Witterungsverhältnissen bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette genüge, um die Natur in Brand zu setzen.

Von RND/sbü/lni

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