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Das sind Niedersachsens Kurorte

Im Harz soll die Gesundheit auch in einem Berg zu finden sein. Der Eisensteinstollen bei Bad Grund mit seiner fast kompletten Staubreinheit, sehr geringen Keimdichte und hundertprozentigen Luftfeuchte gilt als ein natürlicher Heilort bei Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Erwachsene und Kinder verbringen in der Regel zwei Stunden pro Tag unter der Erde, warm eingepackt in einen Schlafsack auf einer Liege. Die radonhaltige Luft in dem ganzjährig etwa sieben Grad kühlen Stollen soll auch Neurodermitis lindern. Bis 1885 wurde aus dem weitverzweigten Höhlensystem Eisenerz gewonnen. Als Kurort mit Heilstollentherapie ist Bad Grund seit 2009 staatlich anerkannt. Zusätzlich werden im Gesundheitszentrum – mit 32 Grad warmen Sole-Hallenbad – unter anderem Moorpackungen angeboten. Als heilsame Beigabe nicht zu vernachlässigen: Wanderungen in der Harzer Natur.

Schwefel, Moor und Sole sind die traditionellen Heilmittel im vor mehr als 200 Jahren gegründeten Staatsbad Bad Nenndorf (Landkreis Schaumburg). Die Schwefelquelle am Deisterrand ist eine der stärksten in Europa. Bäder mit vier bis zehn Milligramm pro Liter gelöstem Schwefel sollen antiallergisch, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Gäste können zudem Schwefelsolewasser in verdünnter Form trinken, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Moor wird rund zwölf Kilometer nordwestlich bei Hagenburg abgetragen, im Moorbadehaus wird es rund um die Uhr gerührt und beheizt.

Die warme Jod-Sole-Quelle in Bad Bevensen (Kreis Uelzen) wurde 1964 eher zufällig entdeckt: Eigentlich war die Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft bei ihrer Bohrung auf der Suche nach Erdöl gewesen. Die Entdeckung der Mineralquelle machte die Kleinstadt schnell zur Anlaufstelle insbesondere bei Gelenkbeschwerden. Im Zentrum: die Badelandschaft der Jod-Sole-Therme mit ihren Bewegungs- und Therapieangeboten. Im vergangenen Sommer eröffnete hier das wohl modernste Kurhaus im Land.

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