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Der Norden Hirschkuh landet nach Unfall tot auf dem Beifahrersitz
Nachrichten Der Norden Hirschkuh landet nach Unfall tot auf dem Beifahrersitz
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11:33 28.02.2019
Der Autofahrer kam mit dem Schrecken davon. Quelle: Polizei Seesen
Seesen

Bei einem spektakulären Wildunfall im Harz ist eine Hirschkuh durch die Windschutzscheibe eines Autos geschleudert worden und tot auf dem Beifahrersitz gelandet. Der 42 Jahre alte Fahrer sei wie durch ein Wunder unverletzt geblieben und mit dem Schrecken davon gekommen, teilte die Polizei in Seesen (Landkreis Goslar) am Donnerstag mit.

Der Unfall hatte sich bereits am Mittwoch auf der Bundesstraße 242 in der Nähe von Münchehof ereignet. Nach Angaben der Ermittler war die Hirschkuh am hellichten Tag plötzlich vor das fahrende Auto gesprungen. Das Tier wurde vom Auto erfasst und durch die zerberstende Frontscheibe ins Fahrzeuginnere geschleudert. Dort landete die Hirschkuh dann tot neben dem Fahrer aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) auf dem Beifahrersitz. Am Fahrzeug entstand Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro.

Immer wieder schwere Wildunfälle

Der Unfall erinnert an einen Fall aus dem Jahr 2017: Damals war im Landkreis Harburg ein 250-Kilo-Hirsch durch die Scheibe eines Autos geflogen. Der Fahrer des Autos wurde schwer verletzt. Im vergangenen Oktober krachte in Ostwestfalen sogar ein Pferd durch die Windschutzscheibe eines Autos. Das Pferd starb noch auf der Motorhaube, die Fahrerin kam mit leichten Verletzungen davon.

Tiere werden von Streusalz angelockt

Die meisten Wildunfälle werden nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in den Monaten März und April registriert – dann gebe es vor allem Revierkämpfe. Besonders in der kalten Jahreszeit werden die Tiere zudem vom Streusalz an die Straßen gelockt. Rehe und auch Hirsche hielten sich oft in Straßennähe auf, weil sie dort in der Winterzeit ihren Mineralhaushalt auffrischen können.

Von RND/dpa

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