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Der Norden NSU-Prozess: Niedersachse Holger G. verurteilt
Nachrichten Der Norden NSU-Prozess: Niedersachse Holger G. verurteilt
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10:50 11.07.2018
Der Angeklagte Holger G. im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München. Quelle: picture alliance / dpa
München

Holger G. gehörte in Jena zur Kameradschaft des späteren Terrortrios und zog 1997 nach Niedersachsen. Er spendete Geld, transportierte einmal eine Waffe nach Zwickau und traf sich mehrfach mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Er überließ Uwe Böhnhardt, einem der beiden Haupttäter, einen Ersatzführerschein sowie 2001 seinen Pass. 2011 dann ließ er einen Pass auf seinen Namen aber mit dem Foto Böhnhardts ausstellen. Außerdem besorgte er für Beate Zschäpe in seinem rechten Bekanntenkreis eine Krankenversichertenkarte: Eine Friseurin aus Hannover überließ ihm die Karte für 300 Euro. Vor Gericht hatte der 44-jährige G. alles gestanden. Die Bundesanwaltschaft hatte fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidiger hatten für eine Strafe von „unter zwei Jahren“ plädiert.

Am 13. November 2011 war Holger G. in Lauenau bei Hannover festgenommen worden. Die Aufregung in Niedersachsen war daraufhin groß. Der von vielen zuvor eher östlich der Landesgrenze lokalisierte gewalttätige Rechtsextremismus war plötzlich ganz nahe gerückt. Während seiner Zeit in Niedersachsen hatte Holger G. nach Erkenntnis der Behörden nicht nur Kontakt zu dem NSU-Trio, sondern auch zur Führungsriege der inzwischen verbotenen rechtsextremen Gruppe „Besseres Hannover“. Die Gruppe war durch Hetze gegen Ausländer und die Bedrohung von Politikern aufgefallen.

Lesen Sie hier mehr zur Person Holger G. und seiner Rolle im NSU – und hier zum NSU-Prozess und der Verurteilung von Beate Zschäpe.

Von RND/dpa

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