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12:08 31.08.2018
Generalleutnant Jörg Vollmer (Mitte) verabschiedet Generalleutnant Carsten Jacobson (links) und übergibt das Kommando über das Feldheer an Johann Langenegger. Quelle: Thomas Tschörner
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Lohheide

Bei einem Appell hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, am Donnerstag in der Niedersachsen-Kaserne in Lohheide das Kommando über das Feldheer von Generalleutnant Carsten Jacobson an Generalleutnant Johann Langenegger übertragen. Anschließend verabschiedete Vollmer den 1955 geborenen Jacobson mit einem Großen Zapfenstreich, dem höchsten militärischen Zeremoniell, vor Schloss Bredebeck in den Ruhestand.

Übergabeappell in Lohheide: Generalleutnant Carsten Jacobson geht in den Ruhestand, Generalleutnant Johann Langenegger übernimmt das Kommando über das Feldheer.

Jacobson war 1974 in die Panzertruppe eingetreten. Er ist Niedersachsen eng verbunden. So war er unter anderem von 1995 bis 1997 Kommandeur des Panzerbataillons 33 in Luttmersen, war von 2005 bis 2007 Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 in Munster sowie von 2012 bis 2014 Kommandeur der 1. Panzerdivision in Hannover. Seine Dienstzeit führte ihn außerdem in zahlreiche internationale Stabs- und Führungsverwendungen, unter anderem in Afghanistan. Seit dem 16. Juli 2015 ist Jacobson als Kommandeur Einsatz und Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres Teil der Heeresführung und wichtigster Berater des Inspekteur des Heeres.

Einen besseren Stellvertreter als Jacobson hätte er sich nicht wünschen könnte, sagte Vollmer. Der jetzt in den Ruhestand gehende Offizier genieße im In- und Ausland einen guten Ruf und habe sich ganz wesentlich um den Zusammenhalt der internationalen Streitkräfte verdient gemacht. Es sei erfreulich, dass zu Jacobsons Verabschiedung auch Vertreter der Streitkräfte aus den Niederlanden, Litauen, Großbritannien und Frankreich anwesend seien. Mit Vertretern der deutschen Divisionen nahmen insgesamt rund 350 Soldaten an dem Appell teil.

Alle entscheidenden Verwendungen habe er in Niedersachsen gehabt, sagte Jacobson. Er habe gewusst, dass der Tag des Abschieds käme, sich aber nicht darauf gefreut. Den Kalten Krieg habe er noch aktiv miterlebt. Er hätte nicht gedacht, dass einiges davon wieder belebt werden müsse.

Sein Nachfolger ist Generalleutnant Johann Langenegger (Jahrgang 1958), der zuletzt als Chef des Stabes der Resolute Support Mission in Afghanistan eingesetzt war. Von Mai 2014 bis Februar 2017 war Langenegger Kommandeur der 1. Panzerdivision, die nach Oldenburg verlegt wurde. Langenegger sei ein einsatzerfahrener Offizier, sagte Vollmer.

Die Schwachstelle des Heeres sei das Material, nicht das Personal, sagte der Inspekteur. Mannschaftssoldaten dienten aktuell im Schnitt zehn Jahre und seien damit sehr gut ausgebildet. Es fehlte aber an Material. Es ginge aktuell darum, eine Brigade nach der anderen einsatzbereit zu machen. „Das ist nicht unsere Idee“, verwies er auf die Vorgaben der Nato, nach denen Deutschland drei einsatzbereite Divisionen stellen können müsse.

Von Thomas Tschörner

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