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„Tag der Norddeutschen"

HAZ-Leser wählen Gehrdener für NDR-Filmprojekt


Aus Hannover und dem Umland haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, die beim „Tag der Norddeutschen“ dabei sein wollten. Auch die HAZ-Leser konnten mitentscheiden, wen sie gern in der Mammutdokumentation vorgestellt sehen wollten – ihre Wahl fiel auf den Gehrdener Hennicke und seine Band Get Set.
Foto: Der NDR-Dreh hat ihnen neue Auftritte beschert: Sängerin Michaela Knoll und Burkhardt Hennicke freuen sich über den Werbeeffekt für ihre Band Get Set.

Der NDR-Dreh hat ihnen neue Auftritte beschert: Sängerin Michaela Knoll und Burkhardt Hennicke freuen sich über den Werbeeffekt für ihre Band Get Set.

© Kleinschmidt

Hannover. Ganz genau hinschauen wird Burkhardt Hennicke morgen. „Ich habe bisher noch keine Sekunde gesehen und bin sehr gespannt“, sagt er. Für Hennicke war der 11. Mai nicht nur wegen des Drehs ein besonderer Tag: Er feierte auch seinen 64. Geburtstag. Am Abend stellte seine Band, zu der neben ihm noch die vier jungen Musiker Michaela Knoll, Clemens Damerau, Jan Neumann und Jonas Feldmann gehören, zudem ihre erste CD bei einem Konzert im Gehrdener Gasthaus am Park vor. Drei Kameraleute und ein Redakteur waren bei Hennickes Geburtstagsfeier in Gehrden. Das sei zwar ein „tolles Erlebnis“, aber auch sehr anstrengend gewesen, erinnert sich Hennicke. „Ich bin erst um kurz vor Mitternacht dazu gekommen, etwas zu essen, so sehr stand ich unter Strom."

Hennicke ist Lehrer an der KGS Ronnenberg. Dort liegen auch die Wurzeln der Gruppe Get Set, die sich aus einer ehemaligen Schulband entwickelte. Musikalisch reicht das Repertoire von Rock über Pop bis hin zu Soul. Das Konzert am Abend, bei dem Get Set die erste eigene CD mit Coversongs präsentierte, sei deutlich anders gewesen als die bisherigen Auftritte, erinnert sich Sängerin Michaela Knoll: „Ich war sehr nervös, und es war ungewohnt, gefilmt zu werden – besonders, wenn die Kamera ganz nah kam.“ Sie sei daher froh gewesen, dass der Fokus der Dreharbeiten auf Hennicke lag. „Das war für uns anderen Musiker eine spürbare Entlastung.“

In der Region und auch darüber hinaus haben sich Get Set bereits einen Namen gemacht. „Wir spielen oft auf Stadtfesten, zum Beispiel in Ronnenberg, Gehrden, Peine und Braunschweig“, sagt Hennicke. Durch die Bekanntheit, die Get Set durch die Vorbereitungen für den „Tag der Norddeutschen“ erlangt hat, habe sich zudem einiges geändert. „Früher mussten wir uns um Auftritte bemühen, inzwischen fragen uns die Veranstalter selbst an.“ Auch Agenturen hätten sich bereits gemeldet, um die Band unter Vertrag zu nehmen. „Da ist schon richtig viel ins Rollen gekommen“, findet auch Knoll.

Möglichst bald wollen die fünf Musiker den nächsten Schritt gehen und ein Album mit eigenen Songs aufnehmen. „Unser Keyboarder Clemens hat bereits die ersten fünf Songs geschrieben“, sagt Hennicke. Der „Tag der Norddeutschen“ wird ihnen sicher weitere Fans bringen. „Wir werden die Doku morgen mit etwa 20 bis 30 Leuten bei mir zu Hause anschauen“, sagt Hennicke.

Von Florian Knabe

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