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Hannoveraner beim „Tag der Norddeutschen" im NDR
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Fernsehprojekt Hannoveraner beim „Tag der Norddeutschen" im NDR

Mehr als 120 Norddeutsche – normale Menschen und Prominente –
 hat der NDR am 11. Mai einen Tag lang 
mit der Kamera begleitet. 
Aus dem Material hat die 
Regisseurin Franziska Stünkel 
die 18-stündige Dokumentation 
„Tag der Norddeutschen“ zusammengestellt. 

Die HAZ stellt die Protagonisten 
aus Hannover und dem Umland vor.

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Der NDR hat am 11. Mai 2012 120 Norddeutsche in ihrem Alltag begleitet - auch Janik Eubling aus Hannover.

Quelle: NDR/Archiv

Rike Winterberg

Beim Eurovision Song Contest in Oslo trug Sängerin Lena ein von ihr entworfenes Kleid: Rike Winterberg ist erfolgreiche Modedesignerin – und dreifache Mutter. Diese beiden Herausforderungen unter einen Hut zu bringen ist ihre tägliche Aufgabe. Das Kamerateam des NDR hat sie im Mai beim Sport im Fitnessstudio, mit ihrem dreijährigen Sohn und auch in ihrem Modeatelier in der hannoverschen Altstadt gefilmt. „Es war total nett, fast schon eine familiäre Atmosphäre“, beschreibt Winterberg die Zeit der Dreharbeiten. Einen ganzen Tag lang war das TV-Team bei ihr. Und auch im Fernsehen wird jetzt viel von Rike Winterberg zu sehen sein. Von 9 bis etwa 17 Uhr können die Zuschauer morgen – mit Unterbrechungen – Einblicke in ihren Alltag bekommen. Unter anderem hat die Designerin eine Braut in spe bei der Suche nach dem perfekten Kleid beraten. Sie sei von Freunden und Kunden bereits mehrfach auf die Dreharbeiten angesprochen worden, erzählt sie. Den „Tag der Norddeutschen“ morgen im Fernsehen schauen kann Winterberg jedoch nicht: „Ich bin auf einer Hochzeitsmesse, darum werde ich hinterher die DVD gucken.“

Karl-Heinz Röber

Wie fast alle Protagonisten stand auch Karl-Heinz Röber aus Burgdorf für den NDR das erste Mal vor der Kamera. „Am Anfang war ich total steif, hatte immer das Gefühl, einen Stock im Hintern zu haben“, erzählt Röber und lacht. Er leitet eine Werkstatt der Behindertenhilfe Berkhöpen-Burgdorf für geistig behinderte Menschen. „Wir versuchen, unsere Mitarbeiter fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen“, erklärt Röber das Konzept. Sein Engagement hinterlässt offensichtlich Eindruck: Der NDR bekam den anonymen Hinweis, dass Röber und seine Arbeit unbedingt beim „Tag der Norddeutschen“ vorgestellt werden sollten. „Ich weiß aber bis heute nicht, wer mich vorgeschlagen hat“, sagt Röber. Der NDR filmte ihn sowohl in der Werkstatt als auch am Abend bei einer Grillparty in seinem Garten. Morgen wird er mit seiner Frau nach Hamburg fahren, um dort live bei der Ausstrahlung der Dokumentation dabei zu sein. „Wir werden von 10.10 bis 11.20 Uhr und ab 20.10 Uhr zu sehen sein.“

Mousse T.

Der Musikproduzent Mousse T. hat beim „Tag der Norddeutschen“ eine Doppelrolle übernommen: Er ist Protagonist und steuert zudem die Musik bei. „Ich habe direkt zugesagt, als die Anfrage kam“, sagt er. Das war am Jahresanfang. Schnell musste er allerdings feststellen: „18 Stunden Filmmusik, das ist in so kurzer Zeit gar nicht machbar.“ Also hat Mousse T. ein Hauptthema komponiert, das sich nun in vielen unterschiedlichen Variationen „wie ein roter Faden“ durch die 18 Stunden zieht. Am 11. Mai standen für ihn Tonaufnahmen mit dem NDR Pops Orchestra an – und was bei Mousse T. sonst hinter verschlossenen Türen stattfindet, wurde diesmal von einem Kamerateam begleitet. „In meinem Studio und auch bei den Aufnahmen im Landesfunkhaus wurde gefilmt“, erzählt er. Morgen ist Mousse T. ab 7  Uhr live zu Gast beim NDR. „Danach muss ich direkt in den Flieger nach Stuttgart“, sagt er. Dort hat er abends einen Auftritt. Am Sonntag und Montag will er sich den „Tag der Norddeutschen“ dann auf DVD ansehen – „schön mit Popcorn und Champagner“.

Marie-Josephine Ludewig

Die Studentin Marie-Josephine Ludewig, genannt Josie, kam über Umwege zum „Tag der Norddeutschen“. Denn eigentlich wollte eine Redakteurin beim NDR den 15-jährigen Tänzer Serdar begleiten. Doch der erzählte ihr dann davon, dass er Heimkind sei, aber seit acht Jahren eine „große Schwester“ habe: Josie Ludewig. Die Studentin rückte in den Fokus, und so filmte das Kamerateam sie und Serdars Tanzgruppe The Superman Squad bei einem Wettbewerb in Döhren. Die Supermänner tanzen im sogenannten Jerk-Stil, der an Breakdance erinnert. Ludewig nennt Serdar ihren „kleinen Bruder“: „Ich bin immer dabei, wenn die Jungs trainieren.“ Die Anspannung vor dem Wettbewerb sei groß gewesen, und dann kam auch noch das Fernsehteam dazu. Doch kurz vor dem Auftritt wurde alles andere ausgeblendet, „und dann war auch die Kamera vergessen“, erinnert sie sich. Ob Ludewigs Supermänner den Sieg davongetragen haben, können die Zuschauer morgen im NDR-Fernsehen erfahren.

Hendrik Brandt

Der „Tag der Norddeutschen“ gibt auch einen Einblick in den Alltag bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Der NDR hat Chefredakteur Hendrik Brandt bei der Arbeit begleitet. Für die Dokumentation entstanden unter anderem Aufnahmen im Newsroom der HAZ und in der Druckerei des Madsack-Pressehauses in Bemerode. Am 11. Mai waren zudem die Delegationen von 32 Jugendfußballmannschaften im Pressehaus, um bei der Gruppenauslosung für das von der HAZ veranstaltete Fußballturnier „Tag der Champions“ zuzuschauen.

Carmelino Longhi

Deutlich beeindruckt war Carmelino Longhi von seinen Schützlingen beim Dreh. „Ich glaube, meine Aufregung war viel größer als die der Kinder“, sagt er. Longhi ist Trainer der kleinen Fußballer bei der G-Jugend des HSC Hannover. Seine Mannschaft hatte am 11. Mai ein Auswärtsspiel bei der TuS Ricklingen – und der NDR war nah dabei. Auf die jungen Kicker, darunter auch Longhis Sohn Gianni, machten die Leute vom Fernsehen anscheinend keinen großen Eindruck. „Die hatten die Kamera ruck, zuck vergessen.“ Ein Beleg dafür ist der deutliche 9:0-Sieg, den die von Longhi trainierten Kinder erzielten. Etwa vier Stunden begleiteten die Fernsehleute die junge Mannschaft, filmten die Vorbereitung auf das Spiel und auch die eigentliche Begegnung. Das Resultat wird morgen ungefähr ab 15.30 Uhr beim NDR zu sehen sein. Longhi wird sich den „Tag der Norddeutschen“ zu Hause anschauen – aber erst, nachdem er mit seinen Fußballern das ebenfalls morgen anstehende Punktspiel absolviert hat.

Simone Kuhrt



Für Yogalehrerin Simone Kuhrt ist der Gedanke, sich morgen im Fernsehen zu sehen, immer noch ungewohnt. „Ich werde zwar reinschauen, aber das wird sich schon komisch anfühlen“, sagt sie. Sie wolle ihre Teilnahme am „Tag der Norddeutschen“ auch nicht an die große Glocke hängen. Das NDR-Team hat sie dabei gefilmt, wie sie einer Gruppe Yogaunterricht erteilt, war aber auch bei ihr und ihrer Familie zu Hause. „Obwohl es viel Spaß gemacht hat, war es schon merkwürdig, auf Schritt und Tritt von der Kamera verfolgt zu werden“, findet Kuhrt. Sie habe viel mehr darauf geachtet, was sie sagt und wie sie sich verhält, als üblich. Ab dem späten Nachmittag sollen die Aufnahmen von ihr und ihrer Familie in der Dokumentation zu sehen sein. Kuhrt ist sich nicht sicher, ob die Ausstrahlung eine Auswirkung auf die Teilnehmerzahlen ihrer Yogakurse haben wird. „Aber das war auch nicht der Grund, warum ich mitgemacht habe“, sagt sie. „Ich war einfach neugierig.“

Veit Görner

Für Veit Görner, den Direktor der Kestnergesellschaft, war der 11. Mai ein stressiger Tag: Er steckte mitten in den Vorbereitungen für die Kunstausstellung „Made in Germany II“. Vielleicht ist das auch der Grund, warum er das NDR-Team, das ihn für den „Tag der Norddeutschen“ begleitete, sehr schnell gar nicht mehr wahrgenommen hat. „Ich habe mich am Kopf und an der Nase gekratzt, irgendwann waren die für mich unsichtbar“, sagt Görner. Vier Mitarbeiter waren vom NDR gekommen, um ihn bei seiner Arbeit zu filmen. „Da ging es auch schon mal turbulent zu.“ Görner und Regisseurin Franziska Stünkel, die die 18-stündige Dokumentation montiert hat, sind miteinander befreundet. „Ich habe sie oft getroffen, und ihr war anzumerken, was das füreine tierische Arbeit ist.“ Morgen ist Görner in Süddeutschland und kann deswegen das Ergebnis nicht im Fernsehen sehen. „Ich werde das aber nächste Woche nachholen.“

Birgit Gabriel

Für Birgit Gabriel hat sich seit dem Dreh einiges geändert. „Ich werde regelmäßig von Leuten angesprochen, die mich bereits im Internet oder in Trailern gesehen haben“, sagt sie. Gabriel verkauft das Magazin „Asphalt“ an der Markthalle, um ihre Frührente aufzubessern. Das Kamerateam hat sie dabei am 11. Mai begleitet. „Das war furchtbar aufregend, ich musste mich immer zwingen, nicht direkt in die Kamera zu schauen.“ Selbst beim Essen hätten die NDR-Leute sie gefilmt – in mehreren Einstellungen, Kamera und Mikrofon immer ganz nah an ihrem Gesicht. „Ich hatte hinterher ganz schön viel Wurst intus“, erzählt sie und lacht. Trotz aller Nervosität habe sie viel Spaß bei den Aufnahmen gehabt. Der Beitrag über sie wird morgen zwischen 9.05 und 12.45 Uhr zu sehen sein. Am Donnerstag, 15. November, steht sie wieder im Mittelpunkt: Dann ist sie gemeinsam mit Mousse T. und Regisseurin Franziska Stünkel zu Gast beim Nordmedia-Talk im Kino im Künstlerhaus.

Janik Eubling

Dass Janik Eubling beim „Tag der Norddeutschen“ dabei ist, verdankt er seiner Schwester. „Sie hat mich damals vorgeschlagen“, erzählt der ehemalige Waldorfschüler. Nachdem auch die Hörer des Radiosenders N-Joy für ihn stimmten, stand einer Teilnahme des Jungschauspielers nichts mehr im Weg. Ein Kamerateam begleitete ihn zu seinen Proben für Voltaires „Candide“ im Ballhof. Eubling spielt die Titelrolle in dem Stück, das in der aktuellen und der nächsten Spielzeit aufgeführt wird. Am 11. Mai war indessen an Auftritte vor Publikum noch nicht zu denken – stattdessen übte Eubling mit seinem Trainer Oscar Olivio verschiedene Laufstile. Immer dabei: die Kamera des NDR. „Ich war zwar schon mal im Fernsehen. Aber so im Mittelpunkt zu stehen war für mich neu“, sagt er. Die Aufnahmen mit ihm werden morgen zwischen 15.30 und 16.30 Uhr ausgestrahlt. Nach dem Ende seines derzeitigen Engagements will Eubling ein Schauspielstudium aufnehmen.

Von Florian Knabe

Der „Tag der Norddeutschen" ist am Sonnabend, 10. November, von 6 bis 24 Uhr im NDR zu sehen.

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Niedersachsen in Zahlen

  • Landeshauptstadt: Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche: 47.634,90 km²
  • Einwohner: 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl: 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl: 2018
  • Wirtschaft: Firmendatenbank
  • Geographie: Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen: Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
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