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Der Norden 120 Mädchen in Niedersachsen sind verheiratet
Nachrichten Der Norden 120 Mädchen in Niedersachsen sind verheiratet
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00:15 13.09.2016
Von Michael B. Berger
Nach Zahlen der Landesregierung gibt es unter den Flüchtlingen etwa 120 „Kinderbräute“ - Ehefrauen, die unter 18 Jahre alt sind. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Nach Zahlen der Landesregierung gibt es unter den Flüchtlingen etwa 120 „Kinderbräute“ - Ehefrauen, die unter 18 Jahre alt sind. Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge. Der Begriff der „Kinderehe“ treffe nicht den Kern der Sache, monieren die Frauenbeauftragten. Denn in der Regel würden minderjährige Mädchen mit erwachsenen Männern (zwangs-)verheiratet. „Es handelt sich um eine Verletzung des Selbstbestimmungsrechtes von Mädchen, die nicht geduldet werden darf“, erklärt Magsa Zynda-Elst für die Frauenbüros.

In Deutschland sind junge Menschen erst mit 18 „ehemündig“, wenn sie volljährig sind - im Unterschied zu den arabischen Ländern, aber auch zum Staate New York, wo unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Eheschließung bei vollendetem 14. Lebensjahr möglich sei, wie das Justizministerium in Hannover erläutert. So weit im Ausland geschlossene Ehen in Deutschland nicht mehr anerkannt würden, entstünden sogenannte hinkende Ehen mit gravierenden Nachteilen für die minderjährigen Ehegatten in allen Erbschafts-, Unterhalts- oder auch Kindschaftsrechsfragen, erläutert das Ministerium.

Deshalb müsse man solche „hinkenden Ehen“ auf jeden Fall verhindern. „Das Problem muss auch vor dem Hintergrund beurteilt werden, dass es nur eine generelle Regelung geben kann, die dann auch für alle Ehen in Deutschland gelten würde sowie für alle Ehen, die im nicht islamischen Ausland geschlossen werden“, erklärt Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz auf Anfrage der HAZ. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll das Problem lösen.

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