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Der Norden 148 000 Kinder leben von Hartz IV
Nachrichten Der Norden 148 000 Kinder leben von Hartz IV
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16:39 31.05.2016
Quelle: Symbolfoto/dpa
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Bremen

Nach den jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit liegt die Quote in Niedersachsen bei 14,1 Prozent. Damit liegt das Land unter dem Bundesdurchschnitt von 14,4 Prozent. Nur Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schneiden besser ab. Schlusslichter sind die Stadtstaaten Bremen und Berlin mit einer Quote von jeweils 31,5 Prozent - dort ist fast jedes dritte Kind ist betroffen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sieht höhere Sozialleistungen als Mittel im Kampf gegen die zunehmende Kinderarmut skeptisch. "Die Verbesserung von Transferleistungen führt nicht dazu, dass strukturell das Problem wirklich gelöst wird", sagte Nahles am Dienstag in Berlin. Schlüssel für den Kampf dagegen sei es, "einen oder am besten beide Elternteile in Arbeit zu bekommen". So könne der Teufelskreis von Erwerbslosigkeit und damit einhergehender Armut durchbrochen werden. Auch Verbesserungen bei der Kinderbetreuung seien ein gutes Mittel, sagte sie mit Blick auf die Schwierigkeiten vor allem vieler Frauen, Job und Kind in Einklang zu bringen.

In Deutschland ist jedes siebte Kind auf Hartz IV angewiesen. Die Zahl der Bezieher unter 15 Jahren stieg zwischen 2014 und 2015 um 2,2 Prozent auf durchschnittlich 1,54 Millionen, wie aus einer von den Linken veröffentlichten Auswertung von Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht. Sozialverbände forderten mehr Anstrengungen gegen Kinderarmut, die BA wollte aber nicht von einem Trend sprechen. Nach Angaben der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann erhöhte sich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher unter 15 Jahren um 33 712. Allerdings gebe es regional weiterhin erhebliche Unterschiede. So seien in Bayern nur 6,5 Prozent der Kinder auf Hilfe durch Hartz IV angewiesen. In Bremen und Berlin war es dagegen Ende 2015 mit 31,5 Prozent fast jedes dritte Kind. In Ostdeutschland lag die Quote mit 20,3 Prozent demnach gegenüber 13 Prozent in Westdeutschland ebenfalls deutlich höher.

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