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33-jähriger Kameruner in Asylheim getötet

Mordfall in Wolfsburg 33-jähriger Kameruner in Asylheim getötet

In einem Flüchtlingsheim in Wolfsburg wurde ein Kameruner getötet - die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Zu einer Messerstecherei kam es in einer Asylantenunterkunft in Vechelde, bei der ein Mann schwer verletzt wurde.

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Zum zweiten Mal ist in dem Flüchtlingsheim in Wolfsburg ein Asylbewerber gewaltsam ums Leben gekommen. 

Quelle: dpa

Wolfsburg/Vechelde. Zum zweiten Mal ist in einem Flüchtlingsheim in Wolfsburg ein Asylbewerber gewaltsam ums Leben gekommen. Der 33-Jährige aus Kamerun starb in der Nacht zu Freitag, wie die Polizei mitteilte. Zwei 37 und 40 Jahre alte Mitbewohner aus Simbabwe und Ghana wurden unter Tatverdacht vorläufig festgenommen.

Die Hintergründe der Gewalttat waren zunächst noch unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Toten an. Nach Hilfeschreien hatten die Sicherheitskräfte der Asylunterkunft im Stadtteil Fallersleben den 33-Jährigen in den frühen Morgenstunden schwer verletzt in einem Flur gefunden. Wiederbelebungsversuche der herbeigerufenen Rettungskräfte scheiterten.

Über die Art der tödlichen Verletzungen machten die Behörden gestern noch keine Angaben. „Dazu können wir nichts sagen, das ist Täterwissen“, so Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Auch die Hintergründe der Bluttat seien noch unklar. Bei früheren Auseinandersetzungen in der Hafenstraße war es schon mehrfach um Drogen gegangen. Seel: „Auch in diese Richtung finden umfangreiche Ermittlungen statt.“

„Wir sind zutiefst bestürzt über diese Gewalttat und verurteilen aufs Schärfste den Vorfall“, sagte Wolfsburgs Erster Stadtrat Werner Borcherding gestern. Es sei „überaus bedauerlich, dass Straftaten nie ganz auszuschließen und zu verhindern sind“. Für eventuelle weitere Schritte wolle die Stadt zunächst die Ermittlungen der Polizei abwarten. Den Angaben der Stadt Wolfsburg zufolge ist die Unterkunft für 151 Personen ausgelegt, zurzeit lebten dort 147 Menschen aus einer Vielzahl von Ländern, hieß es. Ihnen habe die Stadtverwaltung noch in der Nacht eine Betreuung angeboten. Sozialarbeiter und Heimleitung kümmerten sich demnach um die Menschen.

Bereits im September 2014 hatte es bei einem aus dem Ruder gelaufenen Drogengeschäft in der Unterkunft einen Toten gegeben. Der an dem Handel unbeteiligte Bewohner war erschossen worden, als er einem in das Geschäft verwickelten Mitbewohner zu Hilfe eilen wollte.

Ebenfalls in der Nacht zu Freitag wurde in einer Asylunterkunft in Vechelde (Kreis Peine) ein 41-jähriger Mann mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Unter sechs Afrikanern, die zunächst zusammen getrunken hatten, war es zu einem Streit gekommen. Der Verletzte musste notoperiert werden. Die Polizei Peine vernimmt derzeit die fünf Tatverdächtigen, die in Gewahrsam genommen wurden.

Kevin Norbs und Michael Evers

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