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Unfallstrecke auf A2 soll vierspurig werden

Raum Hannover Unfallstrecke auf A2 soll vierspurig werden

Die Landesregierung will einen Teil der A2 im Raum Hannover auf vier Spuren je Fahrtrichtung ausbauen. Dabei ist sie einen wichtigen Schritt vorangekommen: Auch die Bundesregierung sieht für das Vorhaben einen vordringlichen Bedarf und plant Millionen für den Ausbau ein.

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Der Verkehr auf der stark belasteten A 2 gerät durch Staus und Unfälle immer wieder ins Stocken. Die Landesregierung will die Autobahn durch einen Ausbau auf vier Spuren je Fahrtrichtung entlasten (Archivbild).

Quelle: Peter Steffen/dpa

Hannover. Die Landesregierung will die stau- und unfallträchtige Autobahn 2 im Raum Hannover durch einen Ausbau auf vier Spuren je Fahrtrichtung entlasten – und ist dabei einen Schritt vorangekommen: Im am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 steht der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Herrenhausen und dem Dreieck Hannover-West in der Rubik „vordringlicher Bedarf“.

Dort sind Bauvorhaben aufgelistet, die oberste Priorität haben. Der Plan sieht zudem vor, dass die umstrittene Küstenautobahn A 20 und die A 39 durch die Heide gebaut werden sollen. „Das ist ein guter Tag für Niedersachsen, das ist ein wichtiger Schritt für die Infrastruktur in Niedersachsen“, sagte Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

Planungen könnten noch Jahre dauern

Der Verkehr auf der Autobahn 2 gerät durch Staus und Unfälle immer wieder ins Stocken. Im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan war ein Ausbau jedoch nicht vorgesehen. Dies hatte Lies moniert und nun zumindest einen Teilerfolg erzielt. Die Verbreiterung sowie eine Sanierung der Fahrbahn zwischen Herrenhausen und dem Dreieck West werden auf zusammen 48 Millionen Euro veranschlagt.

Dort kann zwar jetzt schon vierspurig gefahren werden – aber nur unter Zuhilfenahme von Standspur und Einfädelungsstreifen. Mit dem Ausbau kommt eine echte vierte Spur je Richtung hinzu. Ein Baubeginn liegt allerdings noch in weiter Ferne. „Die Finanzierung ist zwar jetzt gesichert, aber für die Planungen werden wir einige Jahre brauchen“, erklärte das Verkehrsministerium.

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Polizei fordert weiteren Ausbau

Zwei weitere Streckenabschnitte zwischen Bad Nenndorf und Herrenhausen sowie zwischen den Autobahndreiecken West und Ost wurden vom Bund mit geringerer Priorität eingestuft. Lies will sich bis zur Verabschiedung des Plans durch den Bundestag noch um eine höhere Einstufung bemühen. Gelingt ihm das nicht, würden sich beide Vorhaben wahrscheinlich um mindestens 15 Jahre verzögern.

Die Polizeidirektion sieht mit Blick auf Unfallzahlen und zunehmende Verkehrsdichte den vorgesehenen Ausbau der A 2 positiv. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wünschenswert wäre, dass weitere Abschnitte hinzukommen“, sagte ein Sprecher. Auch die Region Hannover befürwortet die Verbreiterung der Autobahn. Zwei weitere Vorhaben in der Region Hannover – die Ortsumgehung von Sehnde-Ilten sowie der Ausbau der Bundesstraße 65 zwischen Barsinghausen-Nordgoltern und Gehrden-Everloh – stehen nicht vorn auf der Prioritätenliste.

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Wenzel kritisiert Straßenbaupläne

Lies zeigte sich mit dem Verkehrswegeplan zufrieden. „Unser Bundesland profitiert überproportional“, betonte er. Im Bereich Straßenverkehr entfielen 8,3 Milliarden Euro und damit etwa 12 Prozent des Volumens auf Niedersachsen. Neben den Autobahnen ist auch der vierspurige Ausbau der Europastraße 233 von der Grenze bei Meppen in Richtung Cloppenburg in die Planung aufgenommen worden.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) kritisierte die Straßenbaupläne: „Fortschritt sieht anders aus“, meinte er. „Die verkehrspolitischen Herausforderungen der Zukunft sind nicht mit noch mehr Asphalt und Beton zu meistern.“ Die Landesregierung müsse jetzt Planung und Umsetzung von A20 und A39 zügig vorantreiben, sagte der stellvertretende CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepffer.

Bis zum Herbst soll der Gesetzesentwurf planmäßig vom Bundestag verabschiedet werden, sodass er zum 1. Januar 2017 in Kraft treten kann. Der Bundesverkehrswegeplan sieht vor, in Deutschland bis 2030 269,9 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege zu investieren. Knapp die Hälfte aller Mittel fließt in Bundesstraßen und Autobahnen. Fast 42 Prozent sind für Bahnprojekte vorgesehen, der Rest für Wasserwege.

Von Bernd Haase 
und Katharina Derlin

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