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Der Norden Ab Sonntag dürfen Waschbären gejagt werden
Nachrichten Der Norden Ab Sonntag dürfen Waschbären gejagt werden
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11:04 15.07.2017
Sieht niedlich aus, ist aber ein eingewanderter Jäger, der heimische Tierarten gefährdet: der Waschbär. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Die niedersächsischen Waschbären stammen aus einem Bestand in Nordhessen. Am Edersee wurden sie 1934 ausgewildert. Von da aus verbreiteten sie sich von Süden nach Norden. 1952 wurden sie erstmals in Northeim nachgewiesen, inzwischen breiten sie sich auch von Osten nach Westen aus.

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Der Marderhund ist ein nachtaktiver Allesfresser. Ursprünglich stammt er aus Südostasien, wurde dann aber im Westen der Sowjetunion angesiedelt, von wo er sich in Europa ausbreitete. 1962 wurde der erste Marderhund in Deutschland erlegt. Er ist insbesondere während der Brutzeit für Vögel eine große Gefahr.

In Niedersachsen wachsen die Vorkommen nach Angaben der Landesjägerschaft rasant: Gab es 2006 erst in 22 Prozent der Reviere Waschbären, so waren es zehn Jahre später 2016 bereits 43 Prozent. Auch die Abschusszahlen zeigen einen klaren Trend nach oben: 2001 wurden 866 Tiere erlegt, 2015/16 waren es 10 070.

Am meisten Waschbären in Niedersachsen gibt es im Nordosten des Landes im Landkreis Lüchow-Dannenberg und im Süden in den Kreisen Göttingen und Northeim. Inzwischen gibt es die Tiere aber auch in der Region Hannover und im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Waschbären erlegen als Beutegreifer sowohl Singvögel wie auch Gelege von Bodenbrütern. Sie jagen aber auch kleine Säugetiere und Amphibien. Die Tiere sind in der Dämmerung und in der Nacht aktiv, sie werden auch mit Fallen gejagt. Die Bären fühlen sich auch in der Nähe menschlicher Siedlungen zu Hause, sie leben in Vorstädten, Parks und Gärten. Dort bekommen sie leicht Nahrung und haben optimale Fortpflanzungsbedingungen.

lni

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