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Der Norden Als IS-Kämpfer Verkleideter löst Großeinsatz aus
Nachrichten Der Norden Als IS-Kämpfer Verkleideter löst Großeinsatz aus
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18:08 16.03.2016
Täuschend echt: Diese Soft-Air-Waffen wurden bei dem Schüler sichergestellt. Quelle: Polizei
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Hameln

Um 15.33 Uhr teilte eine Passantin über Notruf mit, dass sie ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet habe. Der Beifahrer sollte das Aussehen ähnlich eines IS-Kämpfers und während der Fahrt eine Maschinenpistole aus dem Fenster gehalten haben. Ein weiterer Anrufer meldete den gleichen Vorfall. Mehrere Streifenwagen verfolgten das Fahrzeug und stopptem es. Der 18-jährige Beifahrer, ein Schüler aus Hehlen, trug militärähnliche Kleidung. Im Fahrzeug wurden zwei Soft-Air-Waffen (eine Pistole und eine Maschinenpistole) aufgefunden. Relativ schnell stellte sich der Vorfall als harmlos heraus: offenbar nahm der Schüler an einem Schulprojekt teil, das als Themenwochen unter dem Motto "Gut gegen Böse" lief. Im Rahmen dieser Mottowoche hatte sich der 18-Jährige ein entsprechendes Outfit zugelegt.

Dennoch wurde gegen den 18-jährigen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des "Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten" und wegen Verstöße gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Softair-Waffen, die äußerlich von echten Waffen nicht zu unterscheiden sind, wurden sichergestellt.

Die Polizei kritisiert deutlich das Verhalten des 18-Jährigen. Die Anrufer waren der Ansicht, bei dem Schüler handele es sich um einen bewaffneten salafistischen Kämpfer. Das Verhalten des Gymnasiasten habe nichts mehr mit einem Scherz zu tun, so die Polizei. "Die Anschläge von Paris, die Absage des Länderspiels in Hannover, der vermutlich islamistisch motivierte Angriff auf einen Beamten der Bundespolizei ebenfalls in Hannover sind in der Öffentlichkeit, aber auch bei jedem Polizeibeamten derzeit sehr präsent. In dieser Situation sollte jedem klar sein, dass man mit diesem Thema im öffentlichen Raum nicht scherzt. Wer sich dennoch dazu verleiten lässt, muss mit einem konsequenten Vorgehen der Polizei rechnen", sagte Inspektionsleiter Ralf Leopold.

r.

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