Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Angler sind empört über mögliche Fischereiverbote
Nachrichten Der Norden Angler sind empört über mögliche Fischereiverbote
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 20.09.2016
Eine Richtlinie der EU könnte das Hobby vieler Niedersächsischer Angler bedrohen. Quelle: dpa/Archiv
Anzeige
Hannover

„Ich gehe davon aus, dass das wenn, dann nur in kleinen Ausnahmen der Fall sein wird. In der Regel wird das definitiv nicht der Fall sein“, sagte der Minister zu möglichen Angelverboten. FDP und CDU hatten ihn zuvor aufgefordert, eine Musterverordnung wieder zurückzunehmen. „Was Sie machen, Herr Minister, ist für uns Angler ein Tritt in den Hintern“, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP, Gero Hocker.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Marcus Bosse hatte sich am Freitag sogar noch weiter aus dem Fenster gelehnt: „Es wird keine Angelverbote geben“, sagte er im Zuge der Debatte. Der Umweltminister wollte diese Aussage auf Nachfrage aus der CDU-Fraktion so aber nicht bestätigen.

Hintergrund des Streits ist die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union (FFH-Richtlinie). Die Richtlinie soll ein ganzes Netz von Naturschutzgebieten in Europa schaffen - „Natura 2000“ genannt. Was idyllisch klingt, ist für Angler in Niedersachsen zum Reizwort geworden. Als im Sommer zur Erfüllung der FFH-Richtlinie eine neue Regelung verbreitet wurde, sahen sie ihr Hobby bedroht. Sie befürchten, dass mit den neuen Bestimmungen das Angeln an Flüssen in weiten Teilen des Landes unmöglich werden könnte.

Die Zuständigkeit für das Thema Angelverbot liegt bei den Landkreisen. Diese haben eine Musterverordnung vom Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Niedersächsischen Landkreistag bekommen. Und die gibt Regeln für Naturschutzgebiete vor. Da es sich aber um ein Muster handelt, können die unteren Naturschutzbehörden in Händen der Landkreise einzelne Punkte verhandeln. Zum Beispiel die Frage, ob das Nachtangeln oder das Anfüttern von Fischen künftig noch erlaubt sein werden. Umweltminister Wenzel sagte dazu: „Ich habe 20 Jahre kommunale Erfahrung, und ich habe großes Vertrauen darin, dass unsere Kommunen diese Arbeit anständig erledigen und dabei alle Betroffenen, jeden, der sich dazu einbringen will, auch hören und die Argumente sorgfältig abwägen.“

Wenzel bezeichnete Angler am Freitag als die „besten Bündnispartner, wenn es um Naturschutz geht“. Eine einseitige Liebesbekundung. Die Angler sind weiterhin skeptisch. Zwar habe sich mittlerweile gezeigt, dass die Landkreise für die Kritik der Angler sensibilisiert seien, sagte Heinz Pyka, Vize-Präsident des Anglerverbands Niedersachsen der HAZ. „Wir sind aber nach wie vor der Meinung, dass das Papier vom Tisch muss.“ Das Land solle gemeinsam mit den Anglern eine neue Vorlage für die Kreise erarbeiten.

Das Land steht unter Zeitdruck. Die EU drängt auf die zeitnahe Ausweisung umfangreicher Schutzmaßnahmen. Sonst drohen Geldstrafen.

Von Celia Borm und Heiko Randermann

Führende Beamte der Polizeiinspektion Wolfsburg wollen verhindern, dass die im Rahmen der Wolfsburger Polizei-Affäre zu Unrecht versetzte Kripo-Chefin bereits am Mittwoch auf ihren Posten zurückkehrt.

19.09.2016

Der Brand im Delmenhorster Josef-Hospital ist in der Nacht zu Sonnabend gelöscht worden. Das bestätigte die Polizei am Freitagvormittag. Es gebe lediglich noch einige Glutnester, die Lage sei aber unter Kontrolle. Die Brandursache ist zur Zeit noch unklar. Menschen wurden nicht verletzt. 

17.09.2016

Großeinsatz für die Feuerwehr im Landkreis Oldenburg: Das Hauptgebäude eines Vier-Sterne-Hotels in Dötlingen ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Gäste wurden mitten in der Nacht in einem Schützenverein untergebracht.

16.09.2016
Anzeige