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Angriff auf Lehrer: Schüler auf freiem Fuß

Haftbefehl aufgehoben Angriff auf Lehrer: Schüler auf freiem Fuß

Der 16-Jährige aus Bad Pyrmont, der seinen Lehrer mit einem Schnürsenkel gewürgt haben soll, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie das Landgericht Hannover am Dienstag mitteilte, sieht die 2. große Jugendkammer keine dringende Wahrscheinlichkeit eines versuchten Tötungsdelikts mehr.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Hannover. Eine überraschende Wendung hat es am Dienstag im Prozess gegen den 16 Jahre alten Boris W. (Name von der Redaktion geändert) gegeben, der versucht haben soll, auf einer Klassenfahrt im September 2014 einen Lehrer umzubringen: Der Jugendliche wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Die 2. Große Jugendkammer des Landgerichts Hannover sieht eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags nicht mehr als wahrscheinlich an, sondern stuft den vermuteten Angriff auf den 33-jährigen Pädagogen eher als gefährliche Körperverletzung ein. Ausschlaggebend für diesen Wandel war die Vernehmung von acht Zeugen am Montag, darunter der betroffene Lehrer, eine andere Pädagogin sowie mehrere Schüler. Am Dienstag wurden weitere acht Zeugen vernommen, darunter drei Polizeibeamte.

Der Gymnasiast aus Bad Pyrmont, zur Tatzeit 14 Jahre alt, soll den Lehrer in einer Jugendherberge in Goslar angegriffen haben. Vorausgegangen war der Attacke laut Medienberichten ein Streit um ein Handy, das dem Jugendlichen abgenommen wurde. Bei der folgenden Auseinandersetzung soll Boris W. in einem Treppenhaus von hinten über den Pädagogen hergefallen sein und ihn mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Dabei soll der 14-Jährige gerufen haben: „Das ist dein Ende.“ Doch offenbar hat das Gericht nun erhebliche Zweifel, dass es sich tatsächlich um einen zielgerichteten Angriff mit Tötungsabsicht handelte.

Der Gymnasiast wurde nach der Tat in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, um seine Schuldfähigkeit zu überprüfen. Im März 2015 verschwand W. nach Russland, wurde dort aber aufgegriffen und eingesperrt. Anfang 2016 überführte man ihn nach Deutschland, bis Dienstag saß er in der Jugendanstalt Hameln in U-Haft.

Ein Geständnis hat der Jugendliche während der laufenden Verhandlung nicht abgelegt. Wie der Kammervorsitzende Ralph Guise-Rübe erklärte, bestehe weiter der dringende Verdacht, dass sich der 16-Jährige einer gefährlichen Körperverletzung - unter Einsatz einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs - schuldig gemacht habe. Dies rechtfertige angesichts des jugendlichen Alters und der bisherigen mehrmonatigen Haft aber keine Fortdauer der U-Haft, diese sei unverhältnismäßig.

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