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Anschlagsdrohung gegen Schulen in Braunschweig

Polizeieinsatz Anschlagsdrohung gegen Schulen in Braunschweig

Fünf Braunschweiger Gymnasien haben am Montagmorgen per E-Mail eine mögliche Anschlagsdrohung erhalten. Das berichtet die Polizei auf Facebook. Demnach ließen mehrere Schulen den Unterricht ausfallen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine akute Gefahr lag laut Polizei nicht vor.

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Ein Zettel, der auf den Unterrichtsausfall hinweist, hängt in Braunschweigan der Eingangstür des wegen einer Anschlagsdrohung geschlossenen Gymnasiums Neue Oberschule.

Quelle: dpa

Braunschweig. In der Nacht zu Montag haben Unbekannte mehrere Mails mit Anschlagsdrohungen an Schulen und andere Einrichtungen in Niedersachsen geschickt. Nach Erkenntnissen der Polizei haben sich alle Mails als leere Drohungen erwiesen, in Braunschweig wurden aber acht Schulen auf Anweisung der Rektoren evakuiert. Den unbekannten Absendern drohen, wenn sie erwischt werden, hohe Strafen.

Die Mails seien in der Nacht zu Montag an den Braunschweiger Gymnasien und Grundschulen eingegangen, sagte Polizeisprecher Joachim Grande. In den Nachrichten sei in schlechtem Deutsch und reichlich wirr ein Anschlagsszenario für Montagmorgen um 9 Uhr angekündigt worden. Die Polizei habe sich deshalb direkt morgens mit den Schulleitungen beraten, die Mails aber nicht als ernst zu nehmende Drohung eingestuft. „Es wurden keine weiteren Maßnahmen für nötig gehalten“, sagte Grande. Die Schulleiter der Gymnasien und Grundschulen hätten sich aber anders entschieden und die Schulen räumen lassen.

„Wir wussten gar nicht, was genau los ist, deswegen waren auch alle ganz ruhig“, sagte ein Schüler vor dem Gymnasium Kleine Burg mitten in der Braunschweiger Innenstadt. Nicht schon wieder, habe er später gedacht – in Braunschweig war im vergangenen Jahr nach einer Terrorwarnung der Karnevalsumzug „Schoduvel“ abgesagt worden. Die Evakuierungen seien überall ruhig und problemlos gelaufen, so Grande. Nur Zettel machten an Eingängen darauf aufmerksam, dass an den Schulen kein Unterricht stattfand.

Nach ersten Erkenntnissen sind mehrere Mails verschickt worden, die ähnlich formuliert, aber nicht identisch sind.So deuten einige dem Vernehmen nach einen islamistischen Hintergrund an, andere nicht. Betroffen sein sollen Einrichtungen in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein.

Eine Drohmail ist auch bei einer Schule in Wunstorf (Region Hannover) eingegangen, bestätigt Mirko Nowak, Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Auch dort habe die Polizei empfohlen, die Drohung nicht ernst zu nehmen. Dem ist die Schulleitung gefolgt, der Unterricht fand hier ganz normal statt.

Auch der Flughafen Hannover hat in der Nacht zu Montag eine Mail erhalten, bestätigt Frank Steigerwald, Sprecher der Bundespolizei. „Wir haben keine ernsthafte Bedrohungslage angenommen.“ Die Sicherheitsstandards des Flughafens seien ohnehin hoch, es gebe ständige Streifen in und um das Gebäude. Der Betrieb sei weder in der Luft noch am Boden gestört worden. „Außenstehende haben davon nichts gemerkt“, so Steigerwald.

In allen Fällen ermittelt jetzt die Polizei, auch der Staatsschutz ist eingeschaltet. Den Absendern drohen nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches bis zu drei Jahre Haft oder hohe Geldstrafen. Außerdem müssen sie sich darauf gefasst machen, die Kosten für die Polizeieinsätze zu zahlen.     

Von Heiko Randermann 
und Rebecca Krizak

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