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Der Norden Rätselraten über Tote bei nächtlichem Bootsunfall
Nachrichten Der Norden Rätselraten über Tote bei nächtlichem Bootsunfall
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15:43 28.08.2016
Am Tag nach dem Unfall schmückten Blumen, Kerzen und Fotos das Ufer am Unglücksort. Quelle: dpa
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Apen

Nach ersten Ermittlungen waren beide Boote mit jeweils vier Personen besetzt, als in der Nacht zu Sonnabend gegen 1.50 Uhr eins das andere auf dem Fluss Barßeler Tief im Landkreis Ammerland rammte. Die tödlich Verletzten waren Insassen des angefahrenen Bootes, wie Polizeisprecher Frank Vehren mitteilte. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Da zunächst unklar war, wie viele Menschen in den Booten gesessen hatten, waren neben Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft auch Taucher im Einsatz.

Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Der Zustand einer lebensgefährlich verletzten 23-Jährigen sei stabil. 

Die Ermittler prüfen nun, ob die jungen Menschen Alkohol getrunken hatten. Von allen Beteiligten seien Blutproben genommen worden, Ergebnisse solle es am Dienstag geben, sagte der Polizeisprecher. Die Leichen sollten obduziert werden, die Boote sind beschlagnahmt worden und werden von Sachverständigen untersucht.

"Es sieht fast so aus, als ob die Boote übereinander gefahren sind", sagt Vehren. Vermutlich sei die Schraube die Ursache von Kopfverletzungen gewesen. Der 27 Jahre alte Bootsführer und die 24-Jährige waren sofort tot, die 23-Jährige wurde wegen ihrer lebensbedrohlichen Verletzungen sofort operiert.

Unklar blieb neben der direkten Unfallursache auch, ob die Boote zur Unglückszeit beleuchtet waren. Es ist erlaubt, nachts auf dem Fluss zu fahren. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen kannten. Die meisten von ihnen kamen aus Barßel und der Region. Und: "Zwei Cousinen waren auf zwei Boote verteilt", sagte der Sprecher. Den Ermittlungen zufolge waren beide Sportboote im Barßeler Hafen gestartet, wo ein Hafenfest gefeiert wurde.

Nach Angaben des Touristikvereins Barßel-Saterland wurde das Hafenfest, das eigentlich bis Sonntag andauern sollte, nach dem Unfall abgebrochen. Laut NDR waren bis zu 40.000 Besucher erwartet worden. Alle seien erschüttert, sagte Geschäftsführer Jens Lindstädt noch am Sonnabend. "Wir sind außerstande, das fortzuführen. Nach dem Vorfall ist niemandem zum Feiern zumute." 

dpa

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