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Aprilscherz führt zu verärgerten Leserraktionen

Zeitschrift "Land & Forst" Aprilscherz führt zu verärgerten Leserraktionen

Das Land Niedersachsen hat einen Rettungshubschrauber für verletzte Wölfe angeschafft - das behauptete kürzlich zumindest die Zeitschrift "Land & Forst". Der Aprilscherz wurde von vielen Lesern ernst genommen und sorgte für viele verärgerte Reaktionen.

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Mit einer Bildmontage wurde dem  Leser der Scherz anschaulicher gemacht.

Quelle: Land & Forst

Hannover. Wenn es um den Wolf geht, trauen die Menschen in Niedersachsen der Landesregierung offenbar einiges zu. Das musste jetzt die Zeitschrift „Land & Forst“ erleben, die sich zum 1. April die Scherznachricht erlaubte, dass das Land einen Rettungshubschrauber für verletzte Wölfe anschaffen wolle. Eine falsche Nachricht, die aber von vielen Menschen für bare Münze genommen wurde und für einen Sturm der Entrüstung gesorgt hat.

Tatsächlich sieht der am 30. März veröffentlichte Artikel unter der Überschrift „Rettung für den Wolf auch aus der Luft“ wie ein seriöser Bericht aus, in dem viele Detailfragen beantwortet werden: So hat der Hubschrauber angeblich eine komplette OP-Ausrüstung an Bord; drei spezialisierte Fachkräfte stünden rund um die Uhr für einen möglichen Einsatz zur Verfügung, heißt es weiter.

„Kosten durchaus angemessen“

Sogar Kosten von 1,6 Millionen Euro für die Anschaffung und laufende Ausgaben von 1,1 Millionen Euro führt der Text an, versehen mit einer provokanten Bewertung: „Angesichts des Wertes der Tiere sind die Kosten durchaus angemessen“, wird ein Dr. Volker Rezeda vom NLNU zitiert - einem Landesamt, das in Wirklichkeit nicht existiert. Eine Bildmontage, die einen Hubschrauber mit Wolfslogo zeigt, vermittelte einen Eindruck davon, wie dieses Luftgefährt aussehen könnte.

Die Geschichte ist durch und durch erfunden, erklärt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Anfrage. „Das Land hat keinen Rettungshubschrauber für Wölfe angeschafft, und es wird auch keinen anschaffen“, sagt Sprecherin Herma Heyken. Die Anfragen beschäftigen den Betrieb und das Umweltministerium seit Anfang April. Auf dem offiziellen Wolfsportal des Landes im Internet prangt inzwischen auf der Startseite ein Hinweis, dass es sich bei der Geschichte um eine Falschmeldung handelt, „über deren Witzigkeit man durchaus unterschiedlicher Meinung sein“ könne.

Auch bei „Land & Forst“ liefen die Drähte heiß. „Wir haben viele Briefe von erbosten Lesern bekommen, die sich fragten, warum das Land dafür Geld übrig hat und gleichzeitig Landwirte, bei denen Tiere von Wölfen gerissen wurden, immer wieder um Schadensersatz kämpfen müssen“, sagt Irene Fuhrmann-Fedjo von „Land & Forst“. Die Redaktion sei selbst überrascht gewesen, welche Wellen die Geschichte ausgelöst hat. Offenbar habe diese als Scherz gedachte Falschnachricht in der aufgeheizten Debatte um den Wolf bei einer ganzen Reihe von Menschen einen wunden Punkt getroffen. „Viele Leser trauen der Landesregierung dieses Projekt durchaus zu“, so Fuhrmann-Fedjo.

von Julia Polley

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Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
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