Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Aprilscherz führt zu verärgerten Leserraktionen
Nachrichten Der Norden Aprilscherz führt zu verärgerten Leserraktionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 21.04.2017
Mit einer Bildmontage wurde dem  Leser der Scherz anschaulicher gemacht. Quelle: Land & Forst
Anzeige
Hannover

Wenn es um den Wolf geht, trauen die Menschen in Niedersachsen der Landesregierung offenbar einiges zu. Das musste jetzt die Zeitschrift „Land & Forst“ erleben, die sich zum 1. April die Scherznachricht erlaubte, dass das Land einen Rettungshubschrauber für verletzte Wölfe anschaffen wolle. Eine falsche Nachricht, die aber von vielen Menschen für bare Münze genommen wurde und für einen Sturm der Entrüstung gesorgt hat.

Tatsächlich sieht der am 30. März veröffentlichte Artikel unter der Überschrift „Rettung für den Wolf auch aus der Luft“ wie ein seriöser Bericht aus, in dem viele Detailfragen beantwortet werden: So hat der Hubschrauber angeblich eine komplette OP-Ausrüstung an Bord; drei spezialisierte Fachkräfte stünden rund um die Uhr für einen möglichen Einsatz zur Verfügung, heißt es weiter.

„Kosten durchaus angemessen“

Sogar Kosten von 1,6 Millionen Euro für die Anschaffung und laufende Ausgaben von 1,1 Millionen Euro führt der Text an, versehen mit einer provokanten Bewertung: „Angesichts des Wertes der Tiere sind die Kosten durchaus angemessen“, wird ein Dr. Volker Rezeda vom NLNU zitiert - einem Landesamt, das in Wirklichkeit nicht existiert. Eine Bildmontage, die einen Hubschrauber mit Wolfslogo zeigt, vermittelte einen Eindruck davon, wie dieses Luftgefährt aussehen könnte.

Die Geschichte ist durch und durch erfunden, erklärt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Anfrage. „Das Land hat keinen Rettungshubschrauber für Wölfe angeschafft, und es wird auch keinen anschaffen“, sagt Sprecherin Herma Heyken. Die Anfragen beschäftigen den Betrieb und das Umweltministerium seit Anfang April. Auf dem offiziellen Wolfsportal des Landes im Internet prangt inzwischen auf der Startseite ein Hinweis, dass es sich bei der Geschichte um eine Falschmeldung handelt, „über deren Witzigkeit man durchaus unterschiedlicher Meinung sein“ könne.

Auch bei „Land & Forst“ liefen die Drähte heiß. „Wir haben viele Briefe von erbosten Lesern bekommen, die sich fragten, warum das Land dafür Geld übrig hat und gleichzeitig Landwirte, bei denen Tiere von Wölfen gerissen wurden, immer wieder um Schadensersatz kämpfen müssen“, sagt Irene Fuhrmann-Fedjo von „Land & Forst“. Die Redaktion sei selbst überrascht gewesen, welche Wellen die Geschichte ausgelöst hat. Offenbar habe diese als Scherz gedachte Falschnachricht in der aufgeheizten Debatte um den Wolf bei einer ganzen Reihe von Menschen einen wunden Punkt getroffen. „Viele Leser trauen der Landesregierung dieses Projekt durchaus zu“, so Fuhrmann-Fedjo.

von Julia Polley

Der Norden Vorsicht in beiden Richtungen - A2 nach Glätteunfällen wieder frei

Die A2 ist am frühen Dienstagmorgen nach einem schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen bei Peine in Richtung Braunschweig gesperrt worden. Glätte nach Schneefall soll der Grund für die Kollision gewesen sein. An dem Unfall beteiligt waren mindestens acht Autos und ein Lkw. Gegen Mittag wurde die Straße wieder freigegeben.

18.04.2017

Bisher gehen Feuerwehrleute mit 63 in Rente - doch weil Einsatzkräfte fehlen, soll jetzt die Altersgrenze fallen. Das Landesinnenministerium will den Renteneintritt für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr auf 67 Jahre heraufsetzen.

Gabriele Schulte 17.04.2017

Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 7 bei Walsrode sind am Samstag acht Menschen verletzt worden. Ein 27 Jahre alter Autofahrer hatte in einer Baustelle in Richtung Hamburg einen Stau übersehen und prallte in das am Ende stehende Fahrzeug, teilte die Polizei am Montag mit. 

17.04.2017
Anzeige