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Der Norden Arbeiten an Wald-Eisenbahn vor dem Start
Nachrichten Der Norden Arbeiten an Wald-Eisenbahn vor dem Start
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08:59 31.07.2016
Die Schienen der Teutoburger-Wald-Eisenbahn führen am 29.07.2016 am Bahnhof in Bad Iburg (Niedersachsen) entlang. Die über 100 Jahre alte Strecke soll bis Ende 2017 wieder für den modernen Güterverkehr befahrbar sein. Quelle: dpa
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Versmold

Sie ist über 100 Jahre alt, streckenweise in einem etwas ramponierten Zustand, soll aber wieder fit für die Zukunft gemacht werden: Arbeiter und Maschinen zur Reparatur der Teutoburger Wald-Eisenbahn zwischen dem ostwestfälischen Versmold, dem Kreis Osnabrück und dem münsterländischen Ibbenbüren stehen bereit, sagte der Sprecher des Eisenbahnunternehmens Lappwaldbahn, Josef Högemann. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt hatte die Strecke im vergangenen Jahr übernommen.
Die Fördermittel seien beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt. „Wir gehen davon aus, dass wir Anfang bis Mitte August beginnen können“, sagte Högemann. Rund elf Millionen Euro sollen in neue Schwellen, Gleise und Weichen sowie die Ertüchtigung von Brücken fließen. Bis Ende 2017 soll die Strecke wieder für den modernen Güterverkehr befahrbar sein.

Der traditionsreichen Eisenbahnlinie drohte vor einigen Jahren schon einmal das Aus. Aber gewerbliche Kunden hätten Interesse an der Bahnverbindung angemeldet, sagte Högemann. So sollen die Arbeiten die insgesamt gut 50 Streckenkilometer zwischen dem nördlichen Münsterland und Ostwestfalen auf eine Achslast von 22,5 Tonnen ertüchtigen. „Das passt für alle gängigen Güterwagen, die für die deutschen Eisenbahnnetze geeignet sind.“

Losgehen soll es in Brochterbeck bei Tecklenburg. „Wir machen dann zunächst die Strecke in Richtung Hafen Dörenthe in diesem Jahr fit, es werden zwei Brücken instand gesetzt und ein Bahndamm“, sagte Högemann. Das komplette Schotterbett muss erneuert, die alten Holzschwellen müssen gegen Betonschwellen ausgetauscht und zum Teil müssen Schienen erneuert werden.

Bei den Landkreisen in der Grenzregion zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sieht man die Baumaßnahmen mit Wohlwollen. „Grundsätzlich begrüßt der Landkreis Osnabrück den Verkehr auf der Schiene sowohl wegen des Klimaschutzes als auch wegen der gewünschten Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene“, sagte der Sprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff. Im Kreis Steinfurt verweist Sprecherin Ronja de Boer darauf, dass für die Betriebe Kröner-Stärke in Brochterbeck und den Baustoffhändler Bergschneider im Kanalhafen Ibbenbüren-Dörenthe die Strecke eine große Bedeutung habe. Aber auch touristische Fahrten würden die Strecke aufwerten.

Im Kreis Gütersloh gebe es die Planung, die Strecke in Richtung Verl über Gütersloh für den Personenverkehr weiterzuführen, erklärt Kreissprecher Jan Focken: „Daran haben wir ein großes Interesse.“

Auch in Bad Iburg im Osnabrücker Land werden auf die Streckenmodernisierung Hoffnungen gesetzt. In der niedersächsischen Stadt findet 2018 die Landesgartenschau statt - wenn aus dem benachbarten westfälischen Lengerich und anderen Orten an der Strecke Personenzüge zur Gartenschau führen, wäre es „toll“, sagte die Sprecherin des Gartenschauplanungsbüros, Imma Schmidt. Das „Aktionsbündnis pro TWE“ hatte schon vor zwei Jahren Entwürfe für einen „LaGa-Shuttle Osnabrück Hauptbahnhof - Bad Iburg“ vorgelegt.

dpa

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