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Der Norden Archäologen wollen Rätsel um Varusschlacht lösen
Nachrichten Der Norden Archäologen wollen Rätsel um Varusschlacht lösen
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16:43 02.08.2016
Wo fand die Varusschlacht statt? Das wollen Forscher jetzt endgültig herausfinden. Quelle: dpa
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Kalkriese

Archäologen vermuten seit Jahrzehnten, dass in Kalkriese bei Osnabrück die berühmte Varusschlacht zwischen Römern und Germanen stattgefunden hat - absolut sicher ist man sich aber nicht. Ein neues von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Kooperationsprojekt soll nun bei der kulturhistorischen Einordnung der Funde helfen, sagte eine Sprecherin des Museums Kalkriese am Dienstag.

Untersucht werden soll unter anderem mit Hilfe metallurgischer Studien, wo die in Kalkriese untergegangenen römischen Legionen herkamen. Auch die bislang Rätsel aufgebenden Funde von kleinen Glasaugen sollen mit Glasaugen aus anderen Orten wie Haltern, Oberaden, Anreppen, Xanten und Augusta Raurica in der Schweiz verglichen werden. Ebenso werden die stark gefalteten Metallreste, die in Kalkriese gefunden wurden, genauer untersucht und mit ähnlichen Funden aus Haltern verglichen.

Hier sei die Frage, ob es sich um Metallrecycling durch die Germanen oder durch die Römer handele. Kooperationspartner sind vor allem das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum und die Universität München, aber auch das LVR-Landesmuseum Bonn, die LWL-Archäologie für Westfalen, das Römermuseum in Haltern am See, der Archäologische Park Xanten sowie weitere Museen in Baden-Württemberg, der Schweiz und Frankreich. Die Stiftung unterstützt das auf drei Jahre angelegte Museums-Forschungsprojekt unter dem Titel "Kalkriese als Ort der Varusschlacht? - eine anhaltende Kontroverse" mit 435 000 Euro.

Für 2020 ist eine große Sonderausstellung geplant, die die Forschungsergebnisse vorstellen soll. Die Varusschlacht im Jahr 9 nach Christus war für die Römer eine große militärische Niederlage auf germanischem Gebiet.

dpa

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