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Afghane soll Lehrer in Celle erschlagen haben

Totschlag im Keller Afghane soll Lehrer in Celle erschlagen haben

Der Anfang Februar ums Leben gekommene Celler Lehrer Mehdi H. ist offenbar von einem mit ihm bekannten Asylbewerber erschlagen worden. Der 58-Jährige, dem Totschlag vorgeworfen wird, hat die Tat Ende vergangener Woche gestanden, die Ermittler hielten sich zu seiner Herkunft zunächst bedeckt.

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Anfang Februar untersuchten Ermittler die Umgebung des Hauses, in dem Mehdi H. erschlagen aufgefunden worden war, und sperrten den Tatort ab.

Quelle: Julian Stratenschulte/Archiv

Celle. Am Montag sagten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft auf Nachfrage: „Es handelt sich um einen Mann mit afghanischer Herkunft und Staatsbürgerschaft.“ Der mutmaßliche Täter und sein Opfer hätten sich in der Flüchtlingsunterkunft in Celle-Scheuen kennengelernt, wo sich der gebürtige Iraner Mehdi H. ehrenamtlich als Dolmetscher engagierte. Das genaue Motiv des Afghanen sei noch unklar, es handele sich wohl um „eine Beziehungstat“.

Ein Lehrer ist vermutlich in seinem Haus in Celle erschlagen worden.

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In der Nacht auf den 9. Februar war der beliebte Pädagoge Mehdi H., der an der IGS Celle Mathematik, Physik und Chemie unterrichtete, in seinem erst kürzlich bezogenen Haus im Stadtteil Klein Hehlen erschlagen worden - nach den Erkenntnissen der Ermittler „in Tötungsabsicht“. Nach wochenlangen Befragungen von mehr als 100 Zeugen nahm die Polizei am vergangenen Mittwoch den 58-jährigen Afghanen fest, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Er gestand, bei einem Besuch in Klein-Hehlen nach einem Streit im Keller mit einem Stein und mit einer Metallschiene auf Mehdi H. eingeschlagen zu haben. Die Schläge gegen Kopf, Hals und Brust waren tödlich.

Ein Richter erließ gegen den 58-Jährigen Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag. Der Mann hatte gesagt, er habe „aus Abneigung gegen das Opfer“ zugeschlagen. Der Verdächtige soll verheiratet und Vater von sechs Kindern sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war er im Dezember vergangenen Jahres als Geflüchteter in der Notunterkunft der Malteser auf einem ehemaligen Kasernengelände in Celle-Scheuen aufgenommen worden. Seit Januar habe er nicht mehr in dem Aufnahmelager, sondern anderswo in Celle gelebt.

Von Mehdi H. hieß es nach Bekanntwerden der Tat, der Lehrer habe zeitweise Flüchtlinge bei sich wohnen lassen. Nachbarn des Opfers erzählten, der allein lebende Pädagoge habe sich häufig gleich nach der Schule zur Flüchtlingsunterkunft aufgemacht, um dort ehrenamtlich zu dolmetschen. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten zwar am Montag, dass sich Täter und Opfer, wohl im Dezember, in der Unterkunft in Scheuen kennenlernten. Das mutmaßliche Motiv habe aber keinen „Flüchtlingsbezug“. Deshalb habe man die Nationalität des Verhafteten zunächst nicht genannt. Was mit der vermuteten „Beziehungstat“ gemeint ist, könne nach weiteren Ermittlungen voraussichtlich in der kommenden Woche näher erläutert werden. Der Tod des Oberschullehrers hatte in Celle tiefe Bestürzung ausgelöst. Kollegen hatten sich Sorgen gemacht, nachdem der Pädagoge nicht in der Schule erschienen war und nicht ans Telefon ging. Ein Kollege öffnete schließlich mit einem Ersatzschlüssel der Nachbarn die Haustür und fand den Erschlagenen. Wie beliebt der gebürtige Iraner in Celle war, zeigte sich unter anderem bei einer Trauerfeier im Vereinsheim eines Sportvereins. Dort kamen Hunderte Weggefährten zusammen, um sich gemeinsam an Mehdi H. zu erinnern.

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Festnahme am Donnerstag

Der mysteriöse Tod eines Lehrers aus Celle ist aufgeklärt. Die Polizei hat einen 58-jährigen Mann festgenommen, der gestanden hat, den Pädagogen Anfang Februar getötet zu haben. Er soll den 55-Jährigen in dessen Haus besucht und nach einem Streit mit einem Stein und mit einer Metallschiene auf das Opfer eingeschlagen haben.

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