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Niedersachsens außergewöhnlichste Stadtführungen

Städtereisen in Niedersachsen Niedersachsens außergewöhnlichste Stadtführungen

Ob historisch, sportlich, kulinarisch oder gruselig – in immer mehr Städten können Kurzurlauber die Sehenswürdigkeiten auf etwas andere Art erkunden. Die HAZ hat fünf außergewöhnliche Stadtführungen zusammengestellt, die Lust auf eine Kurzreise machen.

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Ob Boßeln, Joggen oder gruselige Tatortbegehung - immer mehr Städte in Niedersachsen bieten ausgefallenden Stadtführungen an.

Quelle: Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH

Hannover. Für den Sommerurlaub sind Temperaturen von unter 20 Grad, Wolken und nur vereinzelte Sonnenstrahlen eine Enttäuschung. Um durch historische Innenstädte zu schlendern, Museen zu besuchen oder im Café zu entspannen, ist das herbstliche Wetter optimal. Zurzeit tummeln sich in den Innenstädten wieder zahlreiche  Kurzurlauber. „Kurzreisen in Städte liegen im Trend“, sagt Sonja Janßen vom Tourismusverband Niedersachsen. „Die Menschen wollen Kunst, Kultur und Restaurants genießen und legen großen Wert auf das Einkaufsangebot.“
Niedersachsen ist ein beliebtes Ziel von Reisenden aus dem In- und Ausland. Im Jahr 2015 verzeichnete das statistische Landesamt zum ersten Mal mehr als 41 Millionen Übernachtungen, davon knapp acht Millionen in den 20 größten Städten. Die Liste der bei Touristen beliebtesten Städte führt die Landeshauptstadt Hannover an. Zwei Millionen Übernachtungen wurden dort im vergangenen Jahr gezählt. Auf Platz zwei folgt die Kaiserstadt Goslar. Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen rangieren auf den Plätzen drei, vier und fünf.

Egal in welche niedersächsische Stadt die Reise gehen soll. Warum nicht einfach mal die Turnschuhe überziehen und statt schlendernd Lüneburg zu erkunden die Tour im Laufschritt absolvieren? Oder mit guten Freunden einen Boßelkurs durch Oldenburgs historische Altstadt absolvieren? Ob historisch, sportlich, kulinarisch oder gruselig – in immer mehr Städten können Kurzurlauber die Sehenswürdigkeiten auf etwas andere Art erkunden.

Durch Braunschweig im nostalgischen Oldtimerbus

Unterwegs mit einem Originel Büssing-Bus, Baujahr 1964. 

Quelle: Braunschweiger Verkehrs-GmbH

Busfahren hat in der Löwenstadt Braunschweig Tradition: Die Firma Büssing ist ein Pionier des Omnibusbaus  und 1904 entstand hier die erste Linienbusstrecke der Welt. Die Rundfahrt im 50 Jahre alten anderthalbstöckigen Oldtimerbus beginnt am Platz der Deutschen Einheit und führt vorbei an Altstadtmarkt, Residenzschloss und der Klosterkirche in Riddagshausen. 44 Plätze bietet der nostalgische Riese mit Baujahr 1964 und nach anderthalb Stunden auf dem Ledersitz haben die Mitfahrer einen guten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein Gästeführer erzählt ihnen spannenden Geschichten aus der Braunschweiger Vergangenheit.

Termine: sonnabends um 15:30 Uhr, vom 2. April bis 29. Oktober 2016, keine Fahrt am 8. Oktober 2016.

Dauer: 1,5 Stunden

Preis: 8,00 €, Erwachsene; 9,00 €, Kinder, Schüler, Studenten, Auszubildende und Schwerbehinderte ab 50 % gegen Vorlage ihres Ausweises

Informationen und Buchung beim Stadtmarketing Braunschweig.

Boßelnd durch die Oldenburger Altstadt

Beim City-Boßeln wird Spielerisches und Informatives vereint.

Quelle: Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH

Der Oldenburger boßelt gern, besonders zur Grünkohlzeit. Und es ist beinahe Pflicht, diesen ur-norddeustchen Sport bei einer Reise in die Hauptstadt der Kohltouren zumindest in den Grundzügen zu erlernen. „Beim City-Boßeln werden Stadtrundgang und Boßelkurs zusammengebracht“, sagt Bettina Koch von der Touristeninformation. Geboßelt wird auf ebenen Wegen am Rande der Altstadt. Die Tour startet am Cäcilienplatz hinter dem Staatstheater. Anfänger  werden in die Grundregeln des Sports eingeführt, bevor dann in der Gruppe die schweren Kugeln gestoßen werden. Im zweiten Teil der anderthalbstündigen Tour wandern dann die Blicke vom Boden weg zu den historischen Gebäuden und Denkmälern der Altstadt.

Termine: Wunschtermine für Gruppen auf Anfrage. Anmeldung erforderlich

Dauer: 1,5 Stunden

Preis: 9,00 € pro Person, 89,00 € pro Gruppe

Informationen und Buchung bei der Touristeninformation Oldenburg.

Zeitreise zu den Verbrechen im Goslar der 15. Jahrhunderts

Wo einst Henker lebten, Hexen verbrannten und unschuldige Opfer erhängt wurden, kennt sich Goslars Stadtschreiber Fabian bestens aus. Der Mann im historischem Kostüm nimmt die Besucher mit zum „Tatort Goslaria“ – auf eine Zeitreise zu dem düsteren Orten des Verbrechens im Goslar des 15. Jahrhunderts. „Die knapp anderthalbstündige Führung zeigt auch Orte abseits der gängigen Sehenswürdigkeiten“, sagt Lara Peters vom Stadtmarketing. Der historische Rundgang startet an der Kaiserpfalz und führt vorbei an Kaiserhaus, Zwinger und Annenhaus. Und zu all den Orten hat Schreiber Fabian eine blutige Geschichte zu erzählen.

Termine: Anmeldung erforderlich

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Preis für Gruppen bis 25 Personen: 90 €

Informationen und Buchung beim Stadtmarketing Goslar.

In Celle sprechen die Laternen

Und plötzlich spricht die Laternenfamilie um Oma Lilo mit den Passanten in der Celler Innenstadt.

Quelle: Celle-Tourismus.de

In der Celler Innenstadt erzählen fünf Straßenlaternen den Besuchern spannende, lustige und informative Geschichten rund um das Stadtleben. Wer den Stimmen lauschen will, muss gar nicht viel umhergehen: Wenn sich ein Passant in die Mitte der Fünfergruppe stellt, werden diese durch einen Ultraschallsensor aktiviert und über einen Computer gesteuert. Jede Laterne ist mit einem Lautsprecher versehen. Die Laternenfamilie besteht aus Oma Lilo, Enkel Jonas und den drei Onkeln: Besserwisser Stephan, Langer Lulatsch und dem „Dicken“. Abends erlauben sich die Leuchten auch mal einen Spaß und erklären den schnellsten Weg zum Kino oder singen ein Gute-Nacht-Lied.

Tagesprogramm: 10:00 - 13:00 Uhr und 15:00 - 18:30 Uhr

Mittagspause: 13:00 - 15:00 Uhr

Nachtprogramm: 18:30 - 21:30 Uhr

Pausenzeiten zwischen den Hörspielen ca. 3 Minuten.

Im Laufschritt durch Lüneburg

Bei guter Kondition werden sieben bis zehn Kilometer im Laufschritt zurückgelegt.

Quelle: Stadtführung Lüneburg

Durch die Lüneburger Innenstadt schlendern kann jeder – joggend die historische Hansestadt zu erkunden ist neu. Beim Sightjogging wird die verwinkelte Hansestadt im Schnelldurchlauf erkundet. „Je nach Kondition der Teilnehmer sind wir ein bis anderthalb Stunden unterwegs“, sagt Jürgen Thies, der die sportlichen Gruppen leitet und viele Geschichten rund um Lüneburg erzählen lkann. Das Tempo passt er an seine Mitläufer an. Die Joggingrunde führe auch zu Ecken, die sich Städtereisende sonst nicht anschauen würden, sagt Thies. Doch auch die wichtigen Lüneburger Sehenswürdigkeiten werden im Laufschritt besucht: die historische Altstadt, das Rathaus, das Schloss oder die Barockfassade des alten Kaufhauses am alten Hafen. Im Herbst und Winter finden die sportlichen Führungen nur bei Anfrage durch Gruppen statt.

Dauer: 1 – 1,5 Stunden

Strecke 7 -10 Kilometer

Gruppenpreis: 90 €

Höchstteilnehmerzahl: 12 Personen

Informationen und Buchung bei Stadtführung Lüneburg.

Von Linda Tonn

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Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
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