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Hydranten eingefroren – Haus brennt ab

Bad Bentheim Hydranten eingefroren – Haus brennt ab

In Bad Bentheim ist Einfamilienhaus abgebrannt – der Feuerwehr fehlte Wasser, um den Brand schnell bekämpfen zu können. Die Deckel der Hydranten waren eingefroren.

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Quelle: Freiwillige Feuerwehr Bad Bentheim

Bad Bentheim. Beim Brand eines Einfamilienhauses in Bad Bentheim hat es mehrere Verletzte gegeben. Nach ersten Erkenntnissen kamen sechs der Bewohner mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser.

In Bad Bentheim ist Einfamilienhaus abgebrannt – der Feuerwehr fehlte Wasser, um den Brand schnell bekämpfen zu können. Die Deckel der Hydranten waren eingefroren.

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„Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen mangelt es an Löschwasser, so dass das Haus kontrolliert abbrennt“, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend der Nachrichtenagentur dpa. „Alle drei umliegenden Hydranten waren eingefroren“, erklärte Martin Nyenhuis, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim. Die beiden Einsatzfahrzeuge hätten Wassertanks von je 1600 und 2200 Litern. „Die waren bei einem solchen Brand schnell natürlich schnell leer. Wir hatten in den ersten Minuten schlicht zu wenig Wasser.“

Der Brand war in Bad Bentheim. Benachbarte Feuerwehren hätten weitere Löschfahrzeuge geschickt, berichteten die Einsatzkräfte der Zeitung „Welt. Aber auch mit ihrem Wasser habe man den Brand nicht mehr aufhalten können.

Als Ursache für den Brand wird ein defekter Heizlüfter vermutet. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort.

Hätte der Brand verhindert werden können?

Wilfried Baltruschat hat am Sonntag der Meldung, die Feuerwehr habe das Haus gezielt abbrennen lassen, scharf widersprochen. "Selbst wenn wir anfangs keine Probleme mit den zugefrorenen Deckeln der Hydranten gehabt hätten, war das Haus nicht mehr zu retten", sagte Baltruschat der HAZ. Bereits bei Eintreffen der Feuerwehr kurz nach der Meldung um 8.06 Uhr seien "Flammen links und rechts aus den Fenstern des Gebäudes" geschlagen.

Das Gebäude, ein "asbachuraltes Haus, das abgerissen werden sollte", habe bereits derart in Flammen gestanden, das ein "Innenangriff" nicht mehr möglich gewesen sei. Man habe zunächst versucht, eine "Durchzündung" des Gebäudes mit Wasser aus den Löschfahrzeugen zu verhindern. Dieser Versuch sei allerdings auch wegen des schon zu starken Brandes abgebrochen worden.

"Von einem gezielten Abbrennen des Gebäudes kann überhaupt nicht die Rede sein. Selbst wenn wir zum gleichen Zeitpunkt aus allen Hydranten Wasser gehabt hätten, wäre die Vernichtung des Hauses nicht mehr verhindert worden", sagte Baltruschat. Man habe stattdessen umliegende Gebäude gesichert, unter anderem einen neuwertigen Traktor, ein Nachbarhaus sowie eine Lagerhalle.

Die festgefrorenen Deckel der Hydranten habe man mit Bunsenbrennern und Hammern zu lösen versucht, dies sei nach einiger Zeit auch gelungen. Es sei nur kurzzeitig zu einer Unterbrechung der Wasserzufuhr gekommen. "Es ist keineswegs so, dass wir da wie die Deppen herumgestanden haben", sagte Baltruscheit.

Auch Bad Bentheims Ortsbrandmeister Martin Nyenhues betonte, es "sei kompletter Blödsinn", dass man das Haus kontrolliert habe abbrennen lassen. "Das Gebäude war von Anfang an nicht zu retten", sagte Nyenhues, der selbst am Sonnabend vor Ort war. Dass die Deckel der Hydranten zugefroren gewesen seien, führte er auf die ungewöhnliche Wetterlage zurück ("das habe ich so noch nie erlebt"). Es habe einige Zeit gebraucht, die Hydranten freizubekommen - unter Einsatz von Gasbrennern, die die Feuerwehr für solche Fälle in den Wagen mitführe, wie auch heißen Wassers.

Nyenhues betonte, dass für die Wartung der Hydranten nicht die Feuerwehr zuständig sei, sondern der örtliche Wasserversorger.

dpa/wer/mbb

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