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Der Norden Bahn bekommt wegen Unpünktlichkeit weniger Geld
Nachrichten Der Norden Bahn bekommt wegen Unpünktlichkeit weniger Geld
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13:14 26.02.2016
Für Verspätungen gibt es weniger Geld: Regionalzug der Deutschen Bahn. Quelle: dpa
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Osnabrück

Nach Verspätungen und Zugausfällen auf drei Strecken in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im vergangenen Jahr sollen der Bahn nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vereinbarte Zahlung um 1,5 Millionen Euro gekürzt werden. Die Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) werde wegen schlechter Leistungen auf der sogenannten Emslandstrecke und der Mittellandlinie das Geld einbehalten, berichtete die Zeitung. Bereits 2014 hatte die für den Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen zuständige LNVG wegen vergleichbarer Probleme einen sechsstelligen Betrag einbehalten.

Auf den Strecken Emden-Münster, Rheine-Osnabrück-Hannover-Bielefeld und Bielefeld-Hannover-Braunschweig hätten nur 85,6 Prozent der Züge ihr Ziel pünktlich erreicht. Vertraglich vereinbart seien 95 Prozent gewesen. Zudem seien 1700 Verbindungen ganz ausgefallen.

Vertragsstrafen sind für die Bahn nichts Neues. Allein zwischen 2012 und 2014 summierten sich bundesweit die Zahlungen im Regionalverkehr auf rund 500 Millionen Euro, wie aus internen Unterlagen hervorgeht. Zur letzten Aufsichtsratssitzung Mitte Dezember teilte Konzernchef Rüdiger Grube seinen Kontrolleuren mit, dass 2015 voraussichtlich weitere Strafzahlungen von knapp 92 Millionen Euro die ohnehin bröckelnden Erträge im Nahverkehr belastet haben. Fast 54 Millionen Euro mussten wegen Qualitätsmängeln in den Zügen gezahlt werden, der Rest wegen Unpünktlichkeit.

Anders als im Fernverkehr (ICE, IC, EC), den die Bahn auf eigene Rechnung fährt, geben im hoch subventionierten Regionalverkehr seit der Bahnreform 1994 die bundesweit 27 staatlichen Aufgabenträger die Maßstäbe vor. Wer den Zuschlag für Verkehrsaufträge der kommunalen und landeseigenen Gesellschaften erhält, muss strikte Vorgaben erfüllen. So darf die Pünktlichkeit von Regionalzügen zum Beispiel nicht unter 95 Prozent liegen.

dpa/frs/mag

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