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Der Norden Bande greift Polizisten in Emder Disco an
Nachrichten Der Norden Bande greift Polizisten in Emder Disco an
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00:15 05.08.2016
Von Michael B. Berger
Die drei attackierten Polizeibeamten sind bis auf Weiteres dienstunfähig, einer der drei liegt im Krankenhaus.  Quelle: Symbolfoto
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Emden

Die Attacke fand in der Nacht zu Sonntag statt. „Ein ganz schlimmer Vorfall, der zeigt, welchen außergewöhnlichen Belastungen unsere Kollegen ausgesetzt sind – sogar, wenn sie in ihrer Freizeit unterwegs sind“, kommentiert Dietmar Schilff von der Gewerkschaft der Polizei. Ähnlich sieht das Innenminister Boris Pistorius (SPD): „Ein derart unvermittelt gewalttätiger Akt gegen Polizisten in deren Freizeit macht mich fassungslos.“
Der Vorfall ereignete sich Sonntag um 3 Uhr morgens. Um diese Uhrzeit hielten sich drei junge Polizeibeamte (22, 24 und 26 Jahre alt) in einer Discothek am Neuen Markt in der Emder Innenstadt auf.

„Wir mögen hier keine Bullen“

Mit der Bemerkung „Wir mögen hier keine Bullen“ sei der jüngste der drei Beamten auf der Tanzfläche angerempelt worden. Ein erster Versuch des Aggressors misslang, den tanzenden Polizisten mit einer leeren Glasflasche niederzustrecken. Der junge Polizist konnte gerade noch ausweichen, wurde von der Flasche jedoch an der Schulter getroffen. Der Angreifer stieß sein Opfer daraufhin mit einem Fußtritt um.

In der Discothek scharten sich nun Verwandte und Bekannte um den Angreifer und das am Boden liegende Opfer. Als die beiden anderen 24 und 26 Jahre alten Polizisten ihrem Kollegen zu Hilfe kommen wollten, wurden sie von einer größeren Gruppe ebenfalls niedergeschlagen und durch Tritte und Schläge verletzt. Im Saal der Disco kam es zu einer Art Schlacht, bei der auch Unbeteiligte verletzt wurden. Zu weiteren Ausschreitungen kam es noch vor der Discotür, kurz bevor die alarmierte Polizei eintraf. Hier attackierte ein 17-jähriger Emder den bereits verletzten 24-jährigen Polizisten mit einem Faustschlag.

Als die Polizei vor der Disco eintraf, wurde sie von 80 bis 100 herumstehenden Personen „erheblich behindert“, sodass sie Schwierigkeiten hatte, Zeugenaussagen aufzunehmen. Die tatverdächtigen Männer konnten so den Tatort verlassen. Nach den bisherigen Ermittlungen soll es sich um einen Deutschen, einen Türken und einen Russen im Alter zwischen 20 und 28 Jahren handeln, die wegen ähnlicher Delikte bereits polizeilich aufgefallen sind.

Die drei attackierten Polizeibeamten seien bis auf Weiteres dienstunfähig, einer der drei liege im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen gemeinschaftlichen Körperverletzung.

Innerhalb weniger Stunden hat die Polizei im Kreis Goslar drei Tote gefunden. Ein toter Mann wurde nahe einer Abfallentsorgungsanlage entdeckt, zwei Frauen starben nach einem Brand in einem Haus in Goslar. Mittlerweile sind die entdeckten Toten identifiziert. 

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