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Osnabrück will Elterntaxis vor Schulen verbieten

Bannmeilen Osnabrück will Elterntaxis vor Schulen verbieten

Sie kennen kein Pardon: Sogenannte Eltern-Taxis werden vor vielen Schulen zum echten Sicherheitsrisiko. Die Stadt Osnabrück will diesem Treiben mit Bannmeilen nun ein Ende bereiten.

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Bloß nicht laufen: Viele Eltern chauffieren ihre Kinder zur Schule.

Quelle: Ralf Hirschberger/dpa

Osnabrück. Nichts ist vor Grundschulen mehr gefürchtet, als Mamas Taxi: Egal ob auf dem Gehsteig, Zebrastreifen oder direkt vorm Schultor - manch Mutter (und Vater) würde ihren Sprössling wohl am liebsten bis ins Klassenzimmer kutschieren, um ihn sicher an Ort und Stelle zu wissen. Die Verkehrsvorschriften geraten dabei schnell zur Nebensache.

Tatsächlich gibt es viele mehr oder minder triftige Gründe, warum Eltern ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Schule fahren - etwa weil die Schule auf dem Arbeitsweg liegt, zu weit vom Elternhaus entfernt ist oder das Wetter nicht entsprechend - mitunter spielen sich dadurch vor allem vor Grundschulen chaotische Szenen ab.

Osnabrück führt Bannmeilen ein

Die Stadt Osnabrück will diesem Treiben nun ein für allemal ein Ende setzen. Mit Bannmeilen wollen sie die sogenannten "Eltern-Taxis" aus dem direkten Umfeld der Schulen fernhalten. Am Dienstagabend wurde ein entsprechender Antrag der Zählgemeinschaft von SPD und Grünen im Rat der Stadt diskutiert, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Dienstag berichtete. Demnach soll die Verwaltung die Verkehrssicherheit rund um die Schulen verbessern, um so Gefahrensituationen zu verhindern. Angedacht ist auch die Einrichtung alternativer Haltepunkte (Kiss and Ride) in einem angemessenen Abstand zu den Schulen.

Das Thema steht in Osnabrück, wie auch in diversen anderen Städten, immer wieder auf der Agenda. Erst kurz vor der Ratssitzung hatte der Elternrat einer Osnabrücker Grundschule wieder einen Hilferuf an die Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen abgesetzt aus dem hervorgeht, dass Eltern auf ihr rücksichtsloses Fahrverhalten angesprochen, verständnislos, mitunter sogar aggressiv, reagierten. Auch eine gemeinschaftliche Aktion mit der Polizei und die Verhängung von Bußgeldern habe nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Politiker fordert absolutes Halteverbot vor Schulen

Auch die Verkehrsministerkonferenz hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres mit dem Thema "Elterntaxi" befasst. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hatte sich dort für ein absolutes Halteverbot vor Kindergärten und Schulen ausgesprochen. Der ADAC hatte in diesem Zusammenhang angeregt, sogenannte Elterntaxi-Haltestellen in etwa 250 Metern Abstand von den Schulen einzurichten.

RND/caro

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