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Der Norden Althusmann wirbt um Stimmen
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00:16 22.10.2016
Bernd Althusmann stellt sich in Hannover den Fragen von CDU-Mitgliedern, um für seine Wahl zum Spitzenkandidaten zu werben. Quelle: Randermann
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Hannover.

Knapp vier Minuten dauert es, bis Bernd Althusmann zum ersten Mal sagt, worum es ihm eigentlich geht. Er wolle gute Antworten finden und sachlich begründete Lösungen und sich den Aufgaben stellen, „und deshalb möchte ich gerne Ministerpräsident dieses Landes werden“. Da brandet Applaus auf unter den mehr als 200 CDU-Mitgliedern, die am Mittwochabend ins Cavallo in Hannover gekommen waren.

Es war die erste von insgesamt acht Regionalkonferenzen in Niedersachsen, mit denen Althusmann um Zustimmung für sich werben will. Die Mitglieder  können ihre Fragen direkt an den Kandidaten stellen. Schon mit der ersten Frage gerät der Kandidat aber ins Schwitzen: "Viele Rentner haben zuwenig Rente. Werden Sie das System angreifen?", will eine ältere Dame wissen. Eben hatte Althusmann noch gegen die Landesregierung gewettert, die bei Problemen immer auf den Bund weise, nun muss er selber vorsichtig daraufhinweisen, dass das Rentensystem im Bund gemacht wird. "Aber Sie sprechen auf etwas an, was viele Menschen bewegt: Muss ich mit 70 noch arbeiten, um über die Runden zu kommen?", weicht Althusmann ein wenig aus und spricht über mehr Flexibilität beim Alterseintritt. Er werde nicht auf alles eine Antwort haben, aber er wolle zuhören, hatte Althusmann bereits am Anfang gesagt.

Und so gehen die Fragen der Zuhörer weiter: Werden unter einem Ministerpräsidenten Althusmann die Studiengebühren wieder eingeführt? Werden die Kommunen ausreichend mit Geld ausgestattet? Welche Koalition wird er eingehen?

Althusmann spricht meistens langsam und gesetzt, mit sonorer Stimme. Lange war er die Nummer zwei hinter David McAllister in der CDU-Fraktion und später in der Landesregierung, bei der Konferenz besetzt er die Mitte des Raums und zeigt auch mit seiner Körpersprache, dass er Nummer eins sein will. Und er legt seine Partei auf einige Eckpunkte eines Wahlkampfprogramms fest.

"Wir werden keine Diskussion über die Wiedereinführung von Studiengebühren mehr führen", verspricht er den CDU-Mitgliedern und erhält Applaus. Man werde auch nicht darüber sprechen, ob man wieder zum Abitur nach 12 Jahren zurückkehren wird. Außerdem bräuchten die Kommunen ausreichend Geld, aber "bei fünf Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen seit 2012" könnte man von einer Landesregierung mehr Konsolidierungswillen zeigen als das derzeit der Fall sei. Und auf Koalitionen legt sich der Spitzenkandidaten-Kandidat noch nicht fest, weiß aber, was auf keinen Fall kommen darf: "Das schlechteste Modell für Niedersachsen wäre Rot-Rot-Grün auf Landesebene - dagegen müssen wir ein Zeichen setzen."

Sieben weitere Regionalkonferenzen dieser Art hat Althusmann noch vor sich, um die CDU von sich zu überzeugen. Doch zumindest in Hannover scheint die Personalfrage für die Mitglieder längst geklärt und sie denken an die nächste Landtagswahl. Darauf könne man aufbauen, meint Althusmann: Es wäre sehr viel gewonnen, wenn die Zuschauer der Konferenz nach der Veranstaltung sagen würden: "Der Althusmann war so lala, aber die Veranstaltung war gut und der CDU können wir vertrauen."

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