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Der Norden So schön ist die Lüneburger Heide
Nachrichten Der Norden So schön ist die Lüneburger Heide
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00:17 09.10.2015
Von Gabriele Schulte
Zehn Jahre lang streifte Jürgen Boris durch die Lüneburger Heide und fotografierte.  Quelle: Jürgen Borris
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Hannover

Jürgen Borris ist im Solling zu Hause, doch seine Begeisterung für die Heide ist offensichtlich. „Ich habe sie bei einem Kurzurlaub mit meiner Familie entdeckt“, sagt der Naturfotograf. Mehr als zehn Jahre lang streifte er dann dort mit der Kamera umher, lauerte geduldig in Tarnverstecken scheuen Tieren auf, begleitete Förster, Imker und andere Heidjer bei ihrer Arbeit. Herausgekommen ist der Bildband „Lüneburger Heide – Natur zwischen Heidekraut und Wacholder“ – ein stimmungsvolles Porträt einer Landschaft.

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Ein Reh verharrt hinter Geschossresten.

Nicht nur blühende Heideflächen, auch skandinavisch anmutende Moore und urige Buchenmischwälder hat der 60-Jährige im Bild eingefangen, oft in besonderem Licht. Beeindruckend sind vor allem seine ungewöhnlichen Tierfotos, die auf den zwischen den Panzertrassen weitgehend naturnah belassenen Truppenübungsplätzen entstanden. Sie zeigen Birkhähne beim Balztanz, brünftige Hirsche im Nebel, Wildschweine und Marderhunde mit ihren Jungen, Wölfe mit ihrer Beute. Dabei behält Borris einen Blick für das Kleine und die Details, dokumentiert etwa die Jagd einer Spinne auf einem Tümpel.

Die Journalistinnen Anke Benstem und Iris Schaper erzählen in Begleittexten von der Entstehung der Heide, von Bauernwirtschaft und Militär. Kranich und Seeadler ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Majestätisch schweben die großen Vögel über die weite Landschaft, auch ihnen kam Borris in der Balzzeit mit seiner Kamera ganz nah. Den Abschluss des Bandes bilden beeindruckende Kampfszenen beim Rotwild – mal Spiel, mal bitterer Ernst.

„Lüneburger Heide – Natur zwischen Heidekraut und Wacholder“. Tecklenborg-Verlag. 144 Seiten, 24,50 Euro.     

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