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Horrorpaar aus Höxter soll Taten gefilmt haben

Bildmaterial gefunden Horrorpaar aus Höxter soll Taten gefilmt haben

Als seien die Erzählungen nicht schon grausam genug: Was die Frauen in dem Haus des Folterpaares in Höxter erlebt haben, kann nun offenbar auch durch Bildmaterial belegt werden. Das hat die Polizei nach der Sichtung von 15 vor Ort beschlagnahmten Mobiltelefonen festgestellt.

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Blumen und Kerzen erinnern vor dem Horrorhaus in Höxter an die beiden getöteten Frauen.

Quelle: Friso Gentsch/dpa

Höxter. Eine Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wochenlang in Höxter gefangen gehalten worden und schließlich an schweren Misshandlungen gestorben. Die Frau war den Ermittlungen zufolge durch eine Partnerschaftsanzeige in die Hände ihrer mutmaßlichen Peiniger geraten.

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Einem Bericht der " Bild"-Zeitung zufolge sind die Misshandlungen von mindestens acht Frauen mit Filmen dokumentiert worden. Die Polizei habe etwa 15 Mobiltelefone in dem Haus der Verdächtigen beschlagnahmt und die darauf enthaltenen Bilder der geständigen Angelika B. vorgelegt. Ihr Anwalt äußerste sich bereits zu dem Fund: Seine Mandantin habe alles bestätigt. Die Bilder und Videos seien furchtbar, man sehe leblos wirkende Frauen, die gefesselt und nackt auf dem Boden kauern.

Die Polizei durchsucht das Haus des Ehepaares, das mutmaßlich für den Tod einer 41-Jährigen verantwortlich ist.

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Im Interview mit dem " Stern" hatte Angelika B.'s Verteidiger berichtet, dass seine Mandantin, die derzeit in der JVA Bielefeld sitzt, selber Opfer der Folterungen ihres Partners Wilfried W. geworden sei: Von Schlägen, Tritten, Kälte, Hunger und davon, dass er seine Lebengefährten über Nacht angekettet habe, ist die Rede.

Hätten die Taten verhindert werden können?

Die Polizeidirektion Göttingen geht unterdessendem Vorwurf nach, niedersächsische Beamte hätten die tödlichen Misshandlungen zweier Frauen in Höxter-Bosseborn möglicherweise verhindern können. Es seien "alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um den Sachverhalt aufzuklären", so Polizeipräsident Uwe Lührig.

Der Rechtsanwalt des tatverdächtigen Wilfred W. hatte im "Westfalen-Blatt" den Vorwurf erhoben, W. und dessen Ex-Frau hätten bereits 2012 - lange vor dem Tod der Frauen - auffliegen müssen. Sie seien damals mit einem anderen Opfer, das sie anschließend hätten freilassen wollen, zur Polizei in Uslar gefahren, um sich eine Unterschrift der Frau bezeugen zu lassen. Sie habe unterschreiben sollen, dass sie sich freiwillig in dem Haus des Paares aufgehalten habe. Die Polizei habe dies abgelehnt, ohne mit dem Opfer zu sprechen. Andernfalls, so der Anwalt, wäre das Paar wohl schon damals aufgeflogen.

Rechtsanwalt des Beschuldigten erhebt Vorwürfe

Göttingens Polizeipräsident Lührig wollte sich zu dem Vorwurf nicht konkret äußern: Es handele sich um ein schwebendes Ermittlungsverfahren des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen. Aus Polizeikreisen hieß es, man halte den Vorwurf des Rechtsanwalts für wenig plausibel.

Der 46 Jahre alte Verdächtige W. und seine 47 Jahre alte Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt. Laut den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus, zwei Frauen aus Niedersachsen kamen ums Leben.

Eine Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wochenlang in Höxter gefangen gehalten worden und schließlich an schweren Misshandlungen gestorben. Die Frau war den Ermittlungen zufolge durch eine Partnerschaftsanzeige in die Hände ihrer mutmaßlichen Peiniger geraten.

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RND/dpa/caro

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Staatsanwaltschaft

Eine lebenslange Freiheitsstrafe droht dem mutmaßlichen Täterpaar, das in einem Haus in Höxter mehrere Frauen festgehalten und gequält hat – zwei starben dabei. Laut einem Bericht des Spiegel plant die Staatsanwaltschaft eine Mordanklahe.

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