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Der Norden Blutrache-Prozess: Verteidigerin fordert Freispruch für Angeklagten
Nachrichten Der Norden Blutrache-Prozess: Verteidigerin fordert Freispruch für Angeklagten
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14:28 28.03.2018
Ein wegen Mordes angeklagter Mann kommt mit Handschellen in den Verhandlungssaal der 1. Großen Strafkammer des Schwurgerichts. Quelle: dpa
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Verden

 Im Prozess um einen mutmaßlichen Blutrachemord hat die Verteidigung des angeklagten 23-jährigen Albaners auf Freispruch plädiert. Es sei weder eine Täterschaft, noch eine Beihilfe zum Mord nachzuweisen. Auch eine Verurteilung wegen Totschlags komme nicht in Frage, sagte die Anwältin am Mittwoch in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Verden. Das Motiv Blutrache sei absolut nicht nachzuweisen. „Jedes einzelne Indiz ist derart schwach, dass es jede einzelne mögliche Auslegung zulässt“, argumentierte die Anwältin. 

Der 23-jährige Albaner soll im Januar 2017 das Motorrad gesteuert haben, von dem aus ein 46-Jahre alter Landsmann in der niedersächsischen Kleinstadt Visselhövede am helllichten Tage erschossen wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vorigen Woche für den Angeklagten, der an allen 20 Verhandlungstagen schwieg, eine lebenslange Gefängnisstrafe gefordert. Der junge Mann soll im Januar 2017 das Motorrad gesteuert haben, von dem aus ein 46-Jahre alter Landsmann in der niedersächsischen Kleinstadt Visselhövede am helllichten Tage erschossen wurde.  

Als Hintergrund wird ein Rachemord aus familiären Gründen vermutet. Das Opfer hatte in Albanien 2011 einen Cousin des Angeklagten getötet. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe war er aus Furcht vor Blutrache nach Deutschland geflohen. Das Landgericht wollte noch am Mittwoch das Urteil verkünden. 

Von dpa

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