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Der Norden Asiatische Buschmücke in der Region nachgewiesen
Nachrichten Der Norden Asiatische Buschmücke in der Region nachgewiesen
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19:52 18.07.2016
Angeblich schon seit 2013 im Großraum Hannover nachgewiesen: die asiatische Buschmücke. Quelle: dpa
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„Wir dürfen die Gefahr nicht unterschätzen, dass diese Mücken möglicherweise Krankheiten zu uns einschleppen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Frank Oesterhelweg, am Montag. Mit einer Landtagsanfrage will der CDU-Fraktionsvize in Erfahrung bringen, ob die Bevölkerung aktuell gefährdet ist und wie die Behörden in Niedersachsen mit der Ausbreitung fremder Mückenarten umgehen. „Angesichts der von fremden Mückenarten ausgehenden Infektionsgefahr stellt sich die Frage, ob Ärzte und Krankenhäuser ausreichend auf die Behandlung von hoch gefährlichen Tropenkrankheiten vorbereitet sind“, sagt der CDU-Politiker. Es gehe nicht darum, Panik zu schüren. Gerade durch das aktuelle Sommerwetter mit ausgiebigem Regen und hohen Temperaturen gedeihten Mücken prächtig. „Wenn diese nicht nur lästige Stiche verursachen, sondern auch tropische Krankheiten übertragen, besteht Handlungsbedarf.“

Der „Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, es gebe erste Nachweise, dass aus den Tropen eingeschleppte Aedes-Mücken in Deutschland den letzten Winter überlebt haben. Sie können unter anderem das Dengue-Fieber und das Zika-Virus übertragen. Das lenkt den Blick auch auf die Asiatische Buschmücke. Sie war bereits 2012 im Großraum Hannover nachgewiesen worden: Der Bewohner einer Umlandgemeinde hatte ein weibliches Exemplar an das vom Leibniz-Institut betriebene Forschungsprojekt zum Mückenatlas geschickt. Dort werden Stechmücken untersucht und registriert. Das niedersächsische Exemplar trug keine gefährlichen Krankheitserreger, gilt aber seitdem als das nördlichste nachgewiesene Vorkommen dieser Art.

Die Asiatische Buschmücke

Die Asiatische Buschmücke stammt ursprünglich aus Südostasien. Da sie auch in kühleren Gebieten Japans und Chinas lebt, kommt sie mit dem kälteren europäischen Klima zurecht.

Im Jahr 2000 wurde ein Vorkommen in Frankreich entdeckt, zwei Jahre später in Belgien. 2013 wurden sie in Deutschland nachgewiesen, unter anderem in Ostwestfalen und Niedersachsen.

Die Asiatische Buschmücke ist eine von 49 Stechmückenarten, die in Deutschland leben. Sie kann das West-Nil-Virus und verschiedene Enzephalitis-Viren übertragen. Das West-Nil-Virus ist seit der Jahrtausendwende unter anderem in Österreich, Ungarn, Rumänien und Griechenland nachgewiesen worden.

Das hilft gegen Mücken - und das nicht

Das hilft gegen Mücken - oder auch nicht

  • Licht ausschalten? Hilft nicht. Mücken reagieren auf Körpergerüche und werden unter anderem von dem Geruch menschlichen Schweißes angezogen - nicht durch brennende Lampen. 
  • Mückenkerzen mit Zitronenduft? Der Duft von Zitronen schreckt Mücken ab. Auch die Verwendung von ätherischen Ölen mit Zitronenduft kann helfen, allerdings hilft das Eincremen mit dem Öl nicht über einen längeren Zeitraum. 
  • Knoblauch essen? Völliger Quatsch. Es gibt allerdings andere Pflanzen mit einer abweisenden Wirkung gegenüber Mücken. Auch der Duft von Minze oder Basilikum gefällt Mücken nicht.
  • Mückenspray auftragen? Kann helfen - wenn man das richtige Spray benutzt. Laut Stiftung Warentest helfen "Autan", "Anti Brumm Forte" und "Nobite Hautspray" am zuverlässigsten bei der Abwehr von Mücken. Der in den Mitteln enthaltene Wirkstoff DEET kann allerdings die Schleimhäute reizen. 
  • Auch wenn es im Sommer nicht der praktikabelste Tipp ist, lange, nicht zu dünne oder enge Kleidung schützt zuverlässig vor Mückenstichen.
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