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Der Norden Verletzte nach Chemieunfall auf Intensivstation
Nachrichten Der Norden Verletzte nach Chemieunfall auf Intensivstation
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20:07 07.08.2015
Auf dem Gelände einer Chemiefirma in Hamburg-Billbrook ist aus einem Tank eine gefährliche Lauge ausgetreten. Mehr als 100 Menschen mussten evakuiert werden. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage musste die Hamburger Feuerwehr zu einem Großeinsatz ausrücken. Am späten Donnerstagabend strömte auf dem Gelände einer Chemiefirma im Stadtteil Billbrook eine mit Wasserdampf vermischte starke Lauge aus einem Tank aus. Zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden, Dutzende wurden verletzt. Die Feuerwehr rief in rund 20 Stadtteilen dazu auf, wegen der Schadstoffwolke Fenster und Türen geschlossen zu halten. Warum die ätzende Lauge ausströmte, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

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In einer Chemiefima in Hamburg-Billbrook ist in der Nacht zu Freitag eine ätzende Lauge aus einem Tank ausgetreten. 45 Menschen wurden verletzt.

Mehr als 100 Gäste eines Hotels in der Nähe der Firma sowie Menschen in der Nachbarschaft des Betriebs wurden in Sicherheit gebracht. Nach etwa einer Stunde konnte die Feuerwehr den Austritt der gefährlichen Lauge stoppen. Die Feuerwehr sprach von 48 Menschen, die über Reizungen der Atemwege oder der Augen geklagt hatten. 20 davon, überwiegend Polizisten, mussten vorübergehend in Krankenhäuser gebracht werden.

Die Feuerwehr hatte nach dem Unfall auf diversen Kanälen wie Twitter und Facebook sowie über die Informations-App „Katwarn“ vor der giftigen Wolke gewarnt. Hamburg gehört zu den drei Bundesländern, die den bundesweiten Warndienst für das Smartphone bereits flächendeckend nutzen und ihre Bevölkerung darüber mit offiziellen Informationen zu Gefährdungslagen versorgen. In Niedersachsen gibt es zehn Städte und Landkreise, in denen „Katwarn“ im Einsatz ist; vor allem an der Küste. Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter in Hamburg bemängelten, dass die Redaktionen der klassischen Medien nur unzureichend über die Gefahrenlage und vor allem über die Ausweitung des gefährdeten Gebiets berichtet hätten.

Erst am Dienstag war in einem Hochbunker ein Feuer ausgebrochen, bei dem Rauchgas zündete. 45 Menschen wurden verletzt. Rund 400 Anwohner warten weiter darauf, in ihre Wohnungen zurückkehren zu dürfen.

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