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Der Norden Sind die Badeseen gut genug gesichert?
Nachrichten Der Norden Sind die Badeseen gut genug gesichert?
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14:50 20.07.2016
Ein zum Aufnahmezeitpunkt dieses Fotos gerade unbesetzter Wachstand der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am Silbersee bei Langenhagen. Quelle: dpa
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Bad Nenndorf/Hannover

Zur Verhinderung von Badeunfällen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von den Kommunen eine bessere Sicherung von Badeseen verlangt. "Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen und die Kommunen können nicht einfach den Hausmeister schicken und ein Baden-Verboten-Schild aufstellen", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese in Bad Nenndorf. Städte und Gemeinden müssten für die Badestellen in ihrem Bereich Gefahrenanalysen vornehmen und im Anschluss über das erforderliche Maß an Sicherung beraten.

80 Prozent der tödlichen Badeunfälle passieren im Inland

In überschaubarem Maße könne die DLRG etwa an Wochenenden Rettungsschwimmer stellen. Während die Nord- und Ostseeküste von Borkum bis Usedom während der Badesaison täglich von DLRG-Rettungsschwimmern überwacht werde, sei dies bei Gewässern im Inland nur selten der Fall. Dort aber verunglückten im letzten Jahr 80 Prozent der bundesweit 488 Ertrunkenen.

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Gefahrenanalysen könnten den Kommunen helfen, zu erfassen wie viele Menschen welche Bereiche von Badeseen nutzen, ob es dort besondere Gefahren wie Strömungen oder Pflanzen gebe und zu welchen Zeiten eine Überwachung sinnvoll sei, sagte Wiese. Wenn eine Kommune mit der DLRG einen Vertrag schließe, könnten Ehrenamtliche die Überwachung leisten und die Stadt sorge für die nötige Ausrüstung.

Auch in diesem Jahr hat es bereits mehrere Badetote in den Binnengewässern von Niedersachsen gegeben. So starb etwa im Juni ein 19-Jähriger beim Baden in Kreis Nienburg. Auch im Mai kam ein 16-Jähriger in dem Kreis ums Leben. Im Kreis Verden starb ein 26-jähriger Flüchtling beim Baden in der Weser. Die DLRG befürchtet in diesem Sommer eine starke Zunahme der Badeunfälle von Asylbewerbern. Bereits im vergangenen Jahr ertranken 27  Flüchtlinge in deutschen Badegewässern.

Gefahrenquelle: Baggersee

Vor einem kalten Bad in Baggerseen, die noch von der Kies- und Sandindustrie genutzt werden, warnte der Bundesverband Mineralische Rohstoffe (Miro). "Es gibt genügend freigegebene Badeseen, die genutzt werden können", sagte Miro-Sprecherin Gabriela Schulz. Es sei hochgefährlich, in den noch genutzten Baggerseen zu schwimmen. So seien die Böschungen noch nicht verdichtet und abgeflacht und es könne jederzeit zum Abrutschen des Geländes kommen.

Bevor Seen freigegeben werden, würden die Böschungen in einem bestimmten Winkel abgeflacht. "Sie sollten sich selbst zuliebe darauf verzichten, über Zäune zu klettern." Die Unternehmen ständen in der Haftung und manche schickten die ungebetenen Badegäste auch weg.

dpa/ewo

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