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Der Norden Das "Horror-Haus" von Höxter soll abgerissen werden
Nachrichten Der Norden Das "Horror-Haus" von Höxter soll abgerissen werden
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10:50 13.05.2016
Mindestens zwei Frauen wurden in dem Haus in Höxter zu Tode gequält. Quelle: dpa
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Höxter

Die Familie wünsche sich an der Stelle des Hauses ein Kreuz, das an die getöteten und misshandelten Frauen erinnere. In dem Haus sollen mehrere Frauen misshandelt worden sein, mindestens zwei Frauen aus Südniedersachsen wurden zu Tode gequält.

Die Polizei durchsucht das Haus des Ehepaares, das mutmaßlich für den Tod einer 41-Jährigen verantwortlich ist.

Das bisherige Mieter-Paar, ein 46 Jahre alter Mann und seine 47-jährige frühere Ehefrau, sitzen in Untersuchungshaft. Vier Geschwister hätten das Haus 2010 als Erbengemeinschaft an das Paar vermietet, sagte die Miteigentümerin. Die beiden hätten jeden Monat 500 Euro Kaltmiete bar bezahlt. Vereinbart gewesen sei ein Mietkauf: Bei regelmäßiger Zahlung wäre das Haus Ende 2017 in den Besitz der Mieter übergegangen. Bei zwei Monaten Rückstand sollte die Vereinbarung hinfällig sein - dies sei jetzt der Fall.

Eine Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wochenlang in Höxter gefangen gehalten worden und schließlich an schweren Misshandlungen gestorben. Die Frau war den Ermittlungen zufolge durch eine Partnerschaftsanzeige in die Hände ihrer mutmaßlichen Peiniger geraten.

Der 46-jährige Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika sollen in dem Haus zwei Frauen im Alter von 33 und 41 Jahren so schwer misshandelt haben, dass sie starben. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurden noch weitere Frauen in dem Gebäude gequält. Die Hintergründe des Falls ermittelt derzeit eine 40-köpfige Mordkommission.

dpa

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