Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Das ändert sich im neuen Schuljahr
Nachrichten Der Norden Das ändert sich im neuen Schuljahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:50 20.07.2015
 Nur noch zwei Tage, dann beginnt für Niedersachsens Schüler die schönste Zeit des Jahres. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Mehr als eine Million Schüler starten am Mittwoch in Niedersachsen in die Sommerferien. Nach der Verschnaufpause warten einige Veränderungen an den Schulen: Die Rückkehr zum G9, die Eröffnung von zusätzlichen Ganztagsschulen und weniger Arbeitsstunden für Gymnasiallehrer beschäftigen das Kultusministerium auch in der Sommerpause. Während der Ferien müssten Weichen für das neue Schuljahr gestellt werden, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD).

Rund 850 000 Schüler an allgemeinbildenden und etwa 250 000 an berufsbildenden Schulen erhalten am Mittwoch nach Angaben des Kultusministeriums in Niedersachsen ihre Zeugnisse. Die Zahl der Schüler, die ihre Schullaufbahn im kommenden Jahr beginnen, ist im Vorjahresvergleich zurückgegangen: Rund 68 000 Schüler werden im September zu ihrem ersten Schultag antreten - im Jahr davor waren es noch knapp über 70 000.

Weniger werden auch die Unterrichtsstunden für Niedersachsens Gymnasiallehrer. Das OVG Lüneburg hatte Ende Juni die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung von 23,5 auf 24,5 Wochenstunden als verfassungswidrig erklärt.

Mehr Zeit zum Lernen sollen laut dem Kultusministerium dafür die Schüler an Gymnasien bekommen: Die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren und eine schlankere Stundentafel bedeuteten weniger Stress für Schüler, sagte Heiligenstadt. Zuwachs wird es bei der Anzahl der Schulen geben. Niedersachsens Schüler können nach den Sommerferien landesweit an 87 neuen Ganztagsschulen beginnen: Zum Schuljahr 2015/16 öffnen 65 Grundschulen, neun Oberschulen, sieben Gesamtschulen, drei Gymnasien, zwei Realschulen und eine Förderschule ihre Türen.

Derzeit gibt es rund 2900 allgemeinbildende Schulen und 260 Berufsschulen im Land. Im niedersächsischen Kultusministerium freut man sich nach einer turbulenten Zeit auf die Ferien. Die vergangenen Wochen seien intensiv gewesen, sagte Ministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). "Sommerurlaub steht für mich erst ab Mitte August im Kalender." Bis dahin müssten noch Vorbereitungen für das kommende Schuljahr getroffen werden.

Sorgentelefon

Verzweifelte Schüler und besorgte Eltern können sich psychologischen Rat holen, wenn am Mittwoch in Niedersachsen die Zeugnisse verteilt werden. Die Landesschulbehörde hat dafür wieder eine Hotline eingerichtet. Am Zeugnistelefon sitzen Schulpsychologen mit einem offenen Ohr für alle Sorgen. Sie sind Mittwoch (22.) von 9.00 bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0441 9499836 oder per Mail unter zeugnishotline@nlschb.niedersachsen.de zu erreichen.

lni

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Die Sommerferien haben längst begonnen. Mit jedem Bundesland, das noch dazukommt, wächst das Risiko für lange Staus auf den Autobahnen. Damit die Fahrt in den Urlaub nicht quälend wird, gibt Christian Buric vom ADAC einige Tipps.

15.07.2015
Panorama Eine HAZ-Anleitung zum Glücklichsein - So geht Urlaub richtig

Baden an der Ostsee oder Abenteuerurlaub am Mekong? Zu einem erholsamen Urlaub gehört mehr als ein spektakuläres Reiseziel. Die Urlaubszeit soll uns ermöglichen, neue, nicht alltägliche Erfahrungen zu sammeln – körperlich, intellektuell und emotional. Eine Anleitung zum Glücklichsein.

21.07.2015
Aus der Stadt Ausstattung für Erstklässler - So teuer ist der Schulanfang

Für die einen können die Sommerferien nicht schnell genug beginnen, die anderen freuen sich auf die Zeit danach: Am 5. September ist Einschulung, und für die Erstklässler ist das ihr großer Tag. Für Eltern ist der Schulstart der Kleinen mit knapp 500 Euro allerdings ein teures Vergnügen.

Saskia Döhner 21.07.2015
Der Norden FDP: Mehr Sozialarbeiter einstellen - Immer mehr Schulschwänzer kommen in Arrest

Schon mehr als 300 hartnäckige Schulschwänzer haben seit Jahresbeginn in Niedersachsen einen Jugendarrest wegen Schulverweigerung verbüßt. "Die Entwicklung zeigt, wie wichtig der flächendeckende Ausbau der Schulsozialarbeit durch das Land ist", sagt FDP-Bildungspolitiker Björn Förster.

22.07.2015

Vermummte Täter haben das Dienstgebäude von Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) angegriffen und dabei Sachschaden angerichtet. In der Nacht zum Samstag warfen etwa 15 Leute Pflastersteine auf das Gebäude und besprühten die Fassade mit Farbe, teilte die Polizei mit.

19.07.2015

In Bremen ist eine Autofahrerin bei einem Unfall ums Leben gekommen, der nach Zeugenaussagen durch ein illegales Autorennen ausgelöst wurde. Zwei andere Fahrzeuge hätten sich in der Nacht zum Sonntag ein Straßenrennen geliefert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. 

19.07.2015
Anzeige