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Keine Suche nach Zwischenlager

Atommüll aus der Asse Keine Suche nach Zwischenlager

Der Atommüll soll aus dem maroden Atomlager Asse. Bis sie ihre endgültig letzte Bleibe finden, müssen die Fässer in ein Zwischenlager. Doch die Vorbereitungen dafür gehen seit über einem Jahr nicht vorwärts.

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Streitigkeiten zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Asse-2-Begleitgruppe verlangsamen die Suche nach einem geeigneten Zwischenlager.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Salzgitter. Die Suche nach einem Zwischenlager für den radioaktiven Müll aus dem Atomlager Asse ist weiter ausgesetzt - seit über einem Jahr schon. Das sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), das für die Rückholung des Atommülls aus dem ehemaligen Bergwerk verantwortlich ist.

Hintergrund sind Querelen zwischen dem BfS und der Asse-2-Begleitgruppe (A2B), die die Interessen der Region und der Bürger vertreten soll. Das BfS wollte auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ein Zwischenlager nur Standorte in der Nähe der Asse (Landkreis Wolfenbüttel) prüfen. Die A2B forderte eine Ausdehnung der zu untersuchenden Gebiete. Im Juli vergangenen Jahres zog das BfS die Reißleine und teilte der A2B mit, dass die Suche eingestellt wird. Gleichzeitig wurde vereinbart, den Umgang miteinander zu überarbeiten. "Wie können wir auch zeitnah Entscheidungen treffen, wenn es keinen Konsens gibt?", beschreibt die BfS-Sprecherin die Ausgangsfrage. Im März gab es dazu ein Treffen in Königslutter. Hat das geholfen? "Die A2B hat sich noch nicht auf eine abschließende Stellungnahme zu den Ergebnissen von Königslutter verständigen können", sagte die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge, die der A2B vorsteht.

Bislang gibt es also weder neue Leitlinien für ein gemeinsames Miteinander, noch eine Einigung, wie die Suche nach dem Zwischenlager abzulaufen hat. Die A2B fordert unverändert die sofortige Fortsetzung der Standortsuche. "An fehlenden oberirdischen Voraussetzungen darf die Rückholung jedenfalls nicht scheitern", sagte Steinbrügge.

Auch das BfS wünscht sich ein zügiges Handeln, gibt aber zu bedenken: "Die tatsächlichen Diskussionen, die allen Beteiligten schwere Entscheidungen abverlangen, stehen jedoch nicht immer in Einklang mit dem vielfach geäußerten Wunsch nach Beschleunigung." Den Zeitplan zur Bergung der 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der Asse sieht das BfS durch die eingestellte Suche nicht gefährdet. Die nuklearen Abfälle sollen nach derzeitigen Plänen frühestens im Jahr 2033 aus dem Bergwerk geholt werden. Das BfS legte im April allerdings Pläne vor, wie die Bergung beschleunigt werden könnte. Bis ein passendes Endlager zur Verfügung steht, sollen die Fässer dann in ein Zwischenlager kommen.

dpa

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