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Der Norden Feldküchen reichen nur fürs halbe Bataillon
Nachrichten Der Norden Feldküchen reichen nur fürs halbe Bataillon
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19:34 02.12.2015
Ein Lastwagen des Materialbewirtschaftungszuges. Der Sanitätscontainer steht schon bereit für eine Übung.

Mit rund 160 Soldaten ist die 1. Kompanie deutlich kleiner als die drei Versorgungskompanien des Bataillons, zu denen jeweils 250 bis 300 Soldaten gehören. „Wir übernehmen die Grundversorgung des Bataillons“, sagt der Kompaniechef. Treibstoff, Munition und Verpflegung sind wesentliche Elemente, die die Kompanie den anderen Einheiten des Bataillons zur Verfügung stellt. Oder wie es ein Hauptfeldwebel ausdrückt: „Wir sind das kleine Zahnrad in der Mitte, das die großen Zahnräder am Laufen hält.“

Gut 80 Soldaten gehören allein zu den beiden Zügen der Ferrnmeldestaffel, die für die Führung des Bataillons den Funk und die Datenübertragung sichert. Satellitengestützt können Daten in das SAP-System der Bundeswehr übertragen werden. Auch die Funkgeräte sind deutlich moderner als die Geräte, die ich noch von früher kenne. Sie sind wegen ständiger Frequenzwechsel und zusätzlicherr Verschlüsselungen kaum noch zu orten oder abzuhören, wie der Leiter der Fernmeldestaffel, ein Hauptmann, erklärt. Im Keller des Gebäudes der Staffel lagern noch die alten Fernsprecher, die noch über Kabel und handbetriebene Verrmittlungen betrieben wurden.

Allerdings ist das „kleine Zahnrad in der Mitte“ auch nicht so leistungsfähig wie es gern sein würde. Der Kompaniechef bedauert, nur zwei Feldküchen zu haben. Diese reichen für die Verpflegung von jeweils 250 Soldaten mit frisch zubereitetem Essen. Die andere Hälfte des Bataillons müsste dann auf die sogenannten Einmannpackungen, kurz Epa, zurückgreifen, eine Art Fertiggerichte. Diese gab es zu Wehrpflichtszeiten auch schon – und waren umstritten. Während manche Soldaten sie als schmackhaft empfanden, waren sie bei anderen als unzumutbar verhasst.

Allerdings ist es in Friedenszeiten eher unproblematisch, dass Feldküchen fehlen. Denn die Soldaten nutzen ohnehin die Kantine in der Kaserne, in der es im Unterschied zu früher mehrere Gerichte zur Auswahl gibt.

Von Thomas Tschörner

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