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Der Norden Die Feuerwehr hat kaum Nachwuchssorgen
Nachrichten Der Norden Die Feuerwehr hat kaum Nachwuchssorgen
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09:34 07.11.2016
Das Land investiert pro Jahr 80 Millionen Euro in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren. Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Die Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen haben bislang keine großen Probleme, Nachwuchs zu finden. "Die demografische Entwicklung hat sich bei uns nicht so stark ausgewirkt wie befürchtet", sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands Niedersachsen, Karl-Heinz Banse. "Es gibt aber Gebiete, wo wir durchaus Probleme haben." Das betreffe etwa den früheren Zonenrandbereich, vor allem den Harz, sowie die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Helmstedt. "Da müssen wir uns schon Gedanken machen", meinte Banse.

Im Nordwesten dagegen gebe es sogar Zuwächse bei den Mitgliederzahlen. Das gelte etwa für die Kreise Vechta, Oldenburg, Cloppenburg und Cuxhaven. "Wir sind mit unseren Aktionen auf dem richtigen Weg", sagte Banse.

Dazu gehört etwa die Imagekampagne "Ja zur Feuerwehr", mit der neue Mitglieder gewonnen werden sollen. "Wir haben mehr als 600 Kameraden und Kameradinnen durch die Kampagne gewinnen können", berichtete Banse. Es habe dafür auch Anerkennung in anderen Bundesländern gegeben.

Zahl er Kinder- und Jugendfeuerwehren steigt

Neue Konzepte seien auch notwendig, weil immer weniger Menschen dort arbeiten wo sie wohnen. "Es gibt mehr Pendler als früher, das ist ein Problem", sagte der Feuerwehr-Präsident. Auch in den Städten könnte es dadurch zu Engpässen kommen. "Wir versuchen mit entsprechenden Einsatzplänen gegenzusteuern", erklärte er.

In Niedersachsen zählten die Freiwilligen Feuerwehren zum Jahresende 2015 genau 124.161 Mitglieder, 426 weniger als im Jahr zuvor. "Sehr erfreulich sind die Zahlen beim Nachwuchs, da haben wir eine Steigerung", sagte Banse. "Kinder- und Jugendfeuerwehr sind auf 41.085 gestiegen, rund 500 mehr als ein Jahr zuvor."

Die Einführung der Kinderfeuerwehren sei überaus erfolgreich gewesen. Schon bei den Sechsjährigen könne damit das Interesse geweckt werden. "So versuchen wir, Nachwuchs für die Jugendfeuerwehren zu gewinnen und später die Zukunft in den Einsatzabteilungen zu sichern."

80 Millionen Euro pro Jahr für Fortbildungen

Manchmal sei die körperliche Fitness beim potenziellen Nachwuchs nicht optimal. "Das ist ja ein gesamtgesellschaftliches Problem, das betrifft nicht nur die Feuerwehr", betonte Banse. "Da versuchen wir etwa mit der Aktion "Feuerwehr bewegt" gegenzusteuern."

Auch Aus- und Fortbildung seien dabei wichtig. "Das Land investiert in den kommenden Jahren rund 80 Millionen Euro in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehr, da bin ausgesprochen froh drüber." Nur so könne die Feuerwehr steigenden Anforderungen gerecht werden. Im Landesfeuerwehrverband sind außer den Freiwilligen Wehren auch die Berufs- und die Werksfeuerwehren organisiert.

dpa

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