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Der Norden GEW will mehr Geld für Grundschullehrer
Nachrichten Der Norden GEW will mehr Geld für Grundschullehrer
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00:16 11.03.2016
Von Saskia Döhner
Lehrer an Grundschulen sollen mehr verdienen Quelle: Friso Gentsch (dpa)
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Hannover

Für Grundschullehrer bedeute dies im Schnitt 520 Euro mehr Einkommen monatlich. Bislang werden sie meist nach A 12 bezahlt. "Dies ist rechtswidrig und bedeutete eine verfassungs-und europarechtswidrige mittelbare Diskriminierung bei der Bezahlung aufgrund des Geschlechts", sagte Prof. Eva Kocher, Arbeitsrechtlerin an der Universität Frankfurt/Oder. In Niedersachsen sind rund 89 Prozent der Grundschullehrer Frauen, an den Gymnasien liegt der Frauenanteil bei 55 Prozent. Die Arbeit an den unterschiedlichen Schulformen sei zwar nicht gleich, aber wohl gleichwertig. Für beide Schulformen sei mittlerweile ein Master-Studium Voraussetzung.

Laura Pooth sagte zudem, der Beruf der Grundschullehrer werde immer unattraktiver. Derzeit müssten viele offene Stellen an Grundschulen oder Oberschulen mit Gymnasiallehrkräften besetzt werden, weil sich zu wenig Bewerber fänden. Bedenklich findet es Pooth, wenn Lehrer von Gymnasien an Grundschulen abgeordnet werden, die dann aber weiterhin ihre höhere Besoldung erhielten. "Dies bringt Unruhe in die Kollegien, wenn gleiche Arbeit unterschiedlich besoldet wird." Es sei höchste Zeit, die Grundschullehrer heraufzustufen. Dies könne natürlich nicht auf einmal gelingen, möglich seien Übergangsfristen. "Wir wollen dazu mit dem Land ins Gespräch kommen."

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