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Der Norden Toter Radfahrer: Verdächtiger erneut in Haft
Nachrichten Der Norden Toter Radfahrer: Verdächtiger erneut in Haft
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18:59 09.06.2016
Erschossener Radfahrer: Die Polizei hat nach eigenen Angaben neue Beweise gegen den Ex-Schwagers des Opfers ermittelt. Quelle: Daniel Bockwoldt
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Hamburg

Die Polizei hatte den Mann bereits in der Nacht zum Montag festgenommen. Die Ermittler waren durch Spuren am Tatort auf ihn gekommen, wie sie am Montag erklärten. Außerdem habe die Personenbeschreibung von Zeugen auf den Mann gepasst. Nach wenigen Stunden mussten die Kriminalbeamten den Ex-Schwager des Opfers aber wieder laufen lassen. "Ein dringender Tatverdacht konnte gegen den 33-Jährigen nicht konkretisiert werden", erklärte die Polizei.

Ein Radfahrer ist in Hamburg-Bergedorf von einem Unbekannten beschossen und tödlich verletzt worden.

Das hat sich offenbar geändert. Die Kriminalbeamten hätten neue Beweise für eine Tatbeteiligung des 33-Jährigen ermittelt, teilte die Polizei mit. Das Mobile Einsatzkommando habe den Beschuldigten am Donnerstag in der Nähe des S-Bahnhofs Allermöhe gefasst. Ein Haftbefehl lag bereits vor, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht.

Der 28 Jahre alte Radfahrer war am Sonntag beschossen worden. Er erlitt nach Angaben der Feuerwehr einen Kopfschuss und mehrere Einschüsse in den Brustkorb. Der Notarzt versuchte, den Schwerverletzten im Rettungswagen zu reanimieren. Der Mann starb jedoch im Krankenhaus.

Streit zwischen Ex-Schwager und Opfer

Zeugen hätten berichtet, dass es zuvor Streit zwischen dem Ex-Schwager und dem 28-Jährigen gab, hatte ein Polizeisprecher am Dienstag gesagt. Worum es bei dem Streit ging, blieb unklar. "Wir sagen zur Motivlage nichts", bekräftigte der Sprecher am Donnerstag.

Der Täter hatte mit einer Handfeuerwaffe mehrere Schüsse auf den Radfahrer abgegeben, die ihn nach Angaben der Feuerwehr in Kopf und Brust trafen. Ein Projektil beschädigte den Rolladen und die dahinterliegende Scheibe eines Wohnhauses, ein anderes den Reifen eines vorbeifahrenden Autos.

Die 34 Jahre alte Fahrerin und ihr sechsjähriger Sohn kamen mit dem Schrecken davon. Drei 15-jährige Mädchen, die Zeugen der Tat in der Nähe eines Badesees wurden, mussten mit Schocks ins Krankenhäuser gebracht werden.

dpa/RND/wer

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