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Der Norden Die lustigsten Polizei-Einsätze des Jahres
Nachrichten Der Norden Die lustigsten Polizei-Einsätze des Jahres
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15:13 28.12.2012
Ein Klavier mit abgedeckten Tasten steht bei Barterode (Niedersachsen) im April 2012 mitten in einem Wald. Eine Spaziergängerin hatte das verlassene, gut 100 Jahre alte Instrument gefunden und die Polizei informiert. Quelle: dpa
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Hannover

Dumme Diebe, peinliche Pannen: Der Alltag der Polizei in Niedersachsen ist oft kurios. Einige der schönsten Geschichten aus 2012:

Dümmer als die Polizei erlaubt: ... war etwa der Azubi einer Baufirma aus Zeven, der sich für eine nächtliche Spritztour heimlich den Bagger vom Chef nahm, damit aber ausgerechnet vor dem Restaurant vorbeituckerte, wo der Chef gerade schlemmte. Entschieden beschränkt war auch ein Betrunkener, der in Braunschweig in die Steckdose eines Spielautomaten pullerte und damit einen totalen Stromausfall verursachte - plötzlich war die ganze Kneipe dunkel.
In Bremen versuchte eine angeheiterte Dame, auf einer Rangierlok nach Hause zu fahren - die Polizei konnte die Frau nur mit Mühe davon überzeugen, dass ihre Wohnung keinen Gleisanschluss hat. Ein Rentner krachte dort mit seinem Auto gleich zwei Mal nacheinander in das selbe Haus, und ein Räuber in Bremen wurde gefasst, weil an seinem gestohlen Kapuzen-Shirt noch die Diebstahlsicherung baumelte. Ein Ostfriese in Moormerland fuhr mit einem geklauten Drahtesel bei der Polizeiwache vor - prompt kam die Besitzerin des Rades dort vorbei und erkannte ihr Eigentum wieder, der Dieb konnte gleich dableiben.

Fehlalarme: In Uelzen hielt eine Spinne die Polizei auf Trab - das Tier löste nachts in einer Bankfiliale Alarm aus, als es sich vor einem Bewegungsmelder im Kassenraum abseilte. Ein Tiger war in Braunschweig Grund für den Notruf einer verängstigten Frau, die das Tier auf einer Brücke entdeckte. Eine Streife identifizierte das Raub- als Plüschtier. Ebenfalls in Braunschweig rückte die Polizei sogar wegen eines Posters in einer Wohnung aus, das einen Mann mit Revolver zeigte; eine besorgte Passantin vermutete einen Überfall. Und im Kreis Rotenburg entpuppte sich ein grausig aussehender Schädel auf einem Feld als Kunststoffimitat und Überbleibsel eines Rockfestivals.

Kinder, Kinder: Diverse unternehmungslustige Kleinkinder trieben ihre Eltern 2012 an den Rand des Wahnsinns. In Nordenham entwischte ein Dreijähriger zum Shoppen in die benachbarte Tankstelle, bekleidet nur mit Strumpfhose und Pulli. Noch weniger an hatte ein Knirps, der in Schöningen nur mit einer Windel durch den Ort spazierte. Extrem ambitioniert war ein Dreijähriger in Wunstorf: Er stibitzte seiner schlafenden Mutter den Autoschlüssel aus der Handtasche und schaffte es mit dem Wagen rückwärts aus einer Parklücke immerhin bis zum nächsten Gartenzaun. Bilanz: Knirps heil, Auto und Zaun kaputt.

Kuriose Kleinigkeiten: Der alltägliche Wahnsinn bei der Polizei trägt oft auch kuriose Züge. In Uelzen gelang es den Beamten, eine flotte Französin auf die rechte Spur zu schicken, die einen Tag lang durch die 34 000 Einwohner-Stadt irrte und sich dabei in Hamburg wähnte. In einem Braunschweiger Einkaufszentrum wurde ernsthaft Anzeige wegen Diebstahls einer benutzten Toilettenbürste vom Kunden-WC erstattet. In Braunschweig nahm die Polizei auch einen Mann fest, der auf dem Bahnsteig einen Striptease hinlegte und sich dabei von seiner Freundin filmen ließ.

In Göttingen wurde ein - völlig nüchterner - Nackter aus einem Baum gerettet. Der Freiluft-Fetischist konnte zwar 15 Meter hoch, aber nicht wieder herunterklettern. Die Polizei fahndete dort auch erfolglos nach gestohlenen Holzpenissen, die im Aufklärungsunterricht benutzt wurden. Im Emsland suchen die Beamten immer noch den Satan, der aus einem Bild in einer Kirche herausgeschnitten worden war. Manchmal findet die Polizei aber auch Dinge: Mitten im Wald bei Göttingen etwa ein historisches Klavier, die Tasten ordentlich mit Samt abgedeckt. Ein Eigentümer meldete sich trotz öffentlicher Suche nicht - die Finderin durfte das Klavier behalten.

dpa

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