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Der Norden Kultusministerin will Schülern helfen
Nachrichten Der Norden Kultusministerin will Schülern helfen
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00:16 14.05.2016
Von Saskia Döhner
Eine Beschwerdewelle gab es nach dem Mathe-Abitur in Niedersachsen. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Hannover

„Wir brauchen dringend Klarheit“, sagt ein Mathematiklehrer aus Hannover. Er berichtet nach der Korrektur der Arbeiten von „erdrutschartigen Verschlechterungen gerade guter Schüler“. Jede Klausur sei ein Drama. „Wer vorher auf 1 minus stand, hat jetzt eine 4, wer vorher auf 5 stand, hat jetzt eine 6.“ Es sei psychologisch fatal, dass gerade der erste Teil der Klausur besonders schwierig gewesen sei. „Der pure Angstschweiß der Schüler war nach einer Stunde im Raum zu riechen.“

Die Klausur war am 29. April geschrieben worden. Wie viele Schüler an der Prüfung teilgenommen hatten, steht noch nicht fest. Die Zahl dürfte der im Vorjahr ähneln. Damals hatten mehr als 20 000 Schüler an der schriftlichen Mathe-Prüfung teilgenommen. Hinzu kommen noch einmal rund 2000 Schüler, die die mündliche Prüfung ablegen.

Seit Ende April sind nach Angaben des Ministeriums zahlreiche Beschwerden beim Land eingegangen. Die Aufgaben seien zu kompliziert, zu schwierig und in der vorgegebenen Zeit gar nicht zu lösen gewesen, hieß es. Viele Schüler hätten gar nicht verstanden, was sie rechnen sollten. Gerade Abiturienten mit ausländischen Wurzeln seien heillos überfordert gewesen.

Die Fachkommission, die den länderspezifischen Teil der Abitursprüfung entwickelt hat, war gebeten worden, die Klausur noch einmal zu überprüfen. Sie kam laut Ministeriumssprecherin Susanne Schrammar zu dem Resultat, dass die Aufgaben anspruchsvoll, aber vom Schwierigkeitsgrad leistbar waren den Vorgaben des Kerncurriculums entsprachen. Allerdings sei hinsichtlich des Umfangs der Aufgaben möglicherweise die Aufgabendichte für die vorgegebene Zeit etwas zu hoch gewesen. Dies sei jedoch eine Grenzfallentscheidung.

Noch liegen auch die endgültigen Ergebnisse der Korrektur nicht vor, jede Arbeit muss von zwei Lehrern überprüft werden. Vor Ende Mai oder Anfang Juni wird es auch noch keine endgültigen Resultate geben.
Die Leiter der Elsa-Brändström-Schule und der Schillerschule vermeldeten, dass sie noch nicht sagen könnten, wie die Klausur ausgefallen sei. An der Tellkampfschule hieß es, die Fragen seien zu schwer gewesen. Der Philologenverband forderte von der Ministerin, umgehend Konsequenzen aus der missglückten Aufgabenstellung zu ziehen: Die Benotung müsse angepasst werden.

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