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War schlechte Sicht Ursache für Bahnunglück?

Drei Tote an Bahnübergang War schlechte Sicht Ursache für Bahnunglück?

Nach dem Unfall an einem Bahnübergang bei Bremervörde mit drei Toten hält die Polizei schlechte Sicht für eine mögliche Ursache. Eine Mutter und ihre zwei Kinder waren am Dienstag in ihrem Auto von einem Zug erfasst und getötet worden.

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An diesem Bahnübergang ereignete sich das Unglück, bei dem die Mutter und ihre beiden Kinder starben.

Quelle: dpa

Oerel. „Das ist relativ schlecht einzusehen gewesen“, sagte Polizeisprecher Christoph Steinke am Mittwoch zu dem unbefestigten Feldweg, auf dem die Mutter mit ihren zwei kleinen Kindern unterwegs war. Büsche, ein Maisfeld und ein Wäldchen beschränkten den Blick auf die Regionalbahnstrecke bei Oerel. Noch aber liefen die technischen Untersuchungen zu dem Unfall und die Befragung der Zugführerin. 

An dem unbeschrankten und nur mit Andreaskreuz gesicherten Bahnübergang habe es bisher keine Unfälle gegeben, teilten die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) als Betreiber der Strecke mit. Um die Sicherheit zu erhöhen, habe die evb in den vergangenen Jahren viele Bahnübergänge auf ihren Strecken technisch gesichert, wozu Warnlichter oder auch Schranken gehören. Der Überweg am Unfallort war nicht darunter. 

„Wir können zum Unfallhergang noch nichts sagen“, meinte evb-Sprecherin Andrea Stein. Kurz hinter der Haltestelle habe der Triebwagen seine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern noch nicht erreicht gehabt.  Die 28 Jahre alte Mutter war am Dienstagnachmittag mit ihrem vierjährigen Mädchen und dem einjährigen Sohn im Auto unterwegs, als sie mit dem Zug kollidierte. Die rund zehn Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. 

Bestandteil der Polizeiermittlungen wird sein, ob die Sicht an dem Bahnübergang den Vorschriften entsprach. Diese sehen bei Übergängen ohne Schranken und Warnlicht ein sogenanntes Sichtdreieck vor, indem eine freie Sicht auf die Gleise gewährleistet sein muss, teilte das Eisenbahnbundesamt mit. Die Sichtflächen sind abhängig von der Höchstgeschwindigkeit, die Autos und Züge an dem Übergang fahren dürfen.

dpa/r.

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