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Droht Göttingen 
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Polizei verstärkt Präsenz Droht Göttingen 
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Mit mehr Personal will die Polizei in Göttingen weitere drohende Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten verhindern. In der Vergangenheit hatte es immer wieder gewalttätige Übergriffe gegenüber studentischen Verbindungen gegeben.

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Immer wieder im Visier von linksextremer Gewalt: Studentische Verbindungen in Göttingen

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Wir haben zusätzliche Kräfte über das Innenministerium angefordert“, sagte Polizeipräsident Uwe Lührig. Es werde zudem zusätzliche Streifen in der Innenstadt geben, die auch von einer Beweissicherungs- und Festnahme-Einheit unterstützt werden sollen. Außerdem werden vermehrt Zivilbeamte zum Einsatz kommen, sagte Lührig.

Seit der rechtsextreme sogenannte „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ in Göttingen und Umgebung verstärkt Kundgebungen abhält, habe sich die Gewalt gegen die rechte Szene gehäuft, sagte Lührig. Die Polizei macht Linksextreme dafür verantwortlich. Zuletzt hatte es auf einer Straße einen Angriff von 50 vermummten auf ein halbes Dutzend Rechte gegeben. Göttingen habe sich zu einem „Brennpunkt politisch motivierter Gewalt“ entwickelt, sagte Lührig. „Wir müssen jetzt aufpassen, dass es nicht so eskaliert, dass es Schwerverletzte, wenn nicht sogar noch Schlimmeres geben könnte.“

Für die Polizei ist die gegenwärtige Situation in Göttingen relativ neu. Rechtsextreme hatten sich in der Stadt über Jahrzehnte hinweg nur selten offen gezeigt, wohl auch wegen der traditionell starken Antifa-Szene. Dass sich dies in den vergangenen Wochen geändert hat, führe er auch auf den Aufschwung der AfD zurück, sagte Lührig. In diesem Zusammenhang keime jetzt offensichtlich auch bei Rechtsextremen die Hoffnung, in Göttingen Fuß fassen zu können.

Die Reaktionen des linken Spektrums auf die Aktivitäten der Rechten sehe er mit großer Sorge, sagte Lührig. Seit Jahresbeginn komme es „vermehrt zu Straftaten zum Nachteil Angehöriger der rechten Szene“. In der Vergangenheit habe es zwar auch Sachbeschädigungen etwa an Burschenschaftshäusern gegeben oder auch mal „ein Gerangel auf der Straße“. Mittlerweile erfüllten die Taten aber vielfach „den Verbrechenstatbestand“. Er verwies auf „vorsätzliche Brandstiftungen nicht nur an Autos, sondern auch auf Wohngebäude sowie schwere und schwerste Körperverletzungen bis hin zu Tritten an den Kopf“. Zuvor waren auch schon die Haustüren von Rechten mit Beilen eingeschlagen worden. Als vorläufigen Höhepunkt der Gewalt wertet der Polizeipräsident eine Attacke von 50 vermummten Linken auf ein halbes Dutzend Rechtsextreme. Dabei wurde am vergangenen Wochenende auch der Landratskandidat der NPD verprügelt.

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