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Der Norden Dutzende Verletzte nach Fährunfall
Nachrichten Der Norden Dutzende Verletzte nach Fährunfall
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18:22 04.06.2014
Rettungskräfte versorgen verletzte Passagiere nach der Kollision des Fährschiffs „Adler-Express“ im Hafen der nordfriesischen Insel Amrum. Quelle: Sebastian Engel/dpa
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Wittdün

Dramatisches Ende einer Ausflugsfahrt im Watt: Bei einem Fährschiff-Unglück im Hafen der nordfriesischen Insel Amrum sind am Mittwoch mindestens 27 Menschen verletzt worden, sechs von ihnen schwer. Bei zwei Verletzten bestehe Lebensgefahr, sagte der Husumer Polizeisprecher Wolfgang Boe am Mittwochnachmittag. Unglücksursache war vermutlich ein technischer Defekt.

Beim Anlegemanöver habe der Kapitän festgestellt, dass das Schiff nicht auf die Steuerbefehle reagiert habe. Die knapp 42 Meter lange „Adler-Express“ sei nahezu ungebremst gegen den Anleger geprallt. Dadurch rammte das Schiff die Pier mit einer Geschwindigkeit von rund acht Knoten (rund 15 km/h), sagte Boe. Experten müssten jetzt an Bord der Fähre die Ursachen des Unglücks ermitteln.

Auf dem Schiff waren nach Polizeiangaben insgesamt 233 Passagiere, darunter zahlreiche ältere Menschen und mehrere Schulklassen. Viele Passagiere standen während des Anlegemanövers an Bord und warteten auf das Aussteigen, sagte Boe. Sie stürzten bei dem Aufprall. Ob bei dem Unglück auch Crew-Mitglieder verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Für die Helfer gab es Großalarm. Sie waren anfangs mit sieben Rettungshubschraubern, einem Seenotrettungskreuzer sowie mehreren Notärzten und Rettungswagen vor Ort. Unterstützt wurden sie von Kräften der Bundespolizei und der Bundeswehr. Die Schwerverletzten wurden in Krankenhäuser auf dem Festland gebracht.

Die knapp 42 Meter lange „Adler-Express“ kam vom Hafen Strucklahnungshörn auf Nordstrand und sollte über Wittdün auf Amrum weiter nach Hörnum auf Sylt fahren. Das Schiff kann maximal 420 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 24 Knoten (rund 45 km/h) durch das Watt transportieren. Die „Adler-Express“ wurde 1993 vom Stapel gelassen.

dpa

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