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Der Norden Kommt jetzt der Ansturm auf die Standesämter?
Nachrichten Der Norden Kommt jetzt der Ansturm auf die Standesämter?
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13:53 03.07.2017
Künftig dürfen auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Quelle: dpa
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Hannover

Die mit großer Bundestagsmehrheit beschlossene Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare könnte nach Ansicht von Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt zu einem Run auf die Standesämter führen. „Bis zum Jahresende werden wohl viele ihre Anträge stellen“, sagte die SPD-Politikerin am Montag bei der Würdigung des 25-jährigen Dienstjubiläums von Niedersachsens erstem und bisher einzigen Schwulen-Referenten, Hans Hengelein.

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Zuerst die Abgeordneten aus Hannover: Edelgard Buhlmahn (SPD, links) hat mit Ja gestimmt.

Der Beauftragte zeigte sich überrascht vom schnellen Durchbruch bei der Frage der Ehe für alle. Persönlich hätte er einen Durchbruch erst im Zuge einer Ehereform erwartet. „Es ist aber alles ganz anders gekommen“, sagte er.

Hengelein geht davon aus, das nun die sprachliche Ausgestaltung des neuen Gesetzes noch engagierte Debatten auslösen könnte. Er schätzt die Zahl eingetragener gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften in Niedersachsen auf rund 3500.

Zu denen, die sich nach jahrelanger Partnerschaft bald das „Ja-Wort“ geben wollen, gehören Monika Lehmann und Gisela Rademacher. Das Paar hatte sich gemeinsam mit Reinhard Lüschow in der symbolträchtigen „Aktion traut euch“ schon früh für die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen. 

Auch Lüschow, der seit fast 30 Jahren mit seinem Mann zusammenlebt, erwägt den Weg zum Standesamt. „Die Öffnung der Ehe ist für mich wie ein Ankommen in der Normalität“, sagte er. Der Bundesrat dürfte am Freitag einen Haken hinter das Gesetz machen.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) spricht über die geschaffene Stelle eines Schwulenreferenten. Hans Hengelein (l.) betreut als erster und bisher einziger Amtsinhaber diese Stelle.  Quelle: dpa

lni

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