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Der Norden Mann stirbt bei Explosion eines Wohnhauses
Nachrichten Der Norden Mann stirbt bei Explosion eines Wohnhauses
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19:10 16.12.2016
Die Explosion zerstörte das freistehende Haus. Quelle: dpa
Kalbe

Kalbe. Bei der Explosion eines Einfamilienhauses im niedersächs ichen Kalbe ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Leichnam des Mannes wurde aus den Trümmern geborgen worden. „Es könnte sich um den Lebenspartner der 32 Jahre alten Hausbesitzerin handeln“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp gestern. Endgültige Sicherheit soll nun eine DNA-Untersuchung in der Hamburger Rechtsmedizin liefern. Die Frau war am Donnerstagabend bei der Arbeit über das Unglück informiert worden. Sie wurde anschließend von einem Seelsorger betreut.

Die Explosion in dem kleinen 600-Einwohner-Örtchen in der Samtgemeinde Sittensen war am Abend kilometerweit zu hören gewesen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte waren nur noch brennende Trümmer zu sehen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Zahlreiche Schaulustige eilten zur Unglücksstelle. Die Einsatzkräfte, deren Einsatz bis in die Morgenstunden dauerte, seien aber nicht behindert worden.

Durch eine gewaltige Explosion ist im Kreis Rotenburg ein freistehendes Einfamilienhauses völlig zerstört und ein Mann getötet worden.

Von dem erst vor wenigen Jahren gebauten Einfamilienhaus ist nichts mehr stehengeblieben. „Das ist wie ein Kartenhaus zusammengefallen“, sagt Kalbes Bürgermeister Bernd Petersen. Die Seitenwände seien quasi weggesprengt worden und das Dach sei einfach heruntergekracht, berichtet ein Feuerwehrmann, der als einer der ersten am Einsatzort war. Wie es zu einer solch gewaltigen Explosion kommen konnte, darüber will er nicht spekulieren.

Auch am Freitagvormittag kommen immer wieder Schaulustige und stehen fassungslos vor dem Trümmerberg. „Wie kann so was angehen?“, fragt einer. Vor der Haustür eines Nachbarhauses liegen noch Reste von Fenstern und Türen des Unglückshauses. In der Hausfassade ist ein Einschlagloch wie von einem Projektil zu sehen. Die Trümmerteile sind bis zu 50 Meter weit geflogen. Die Druckwelle hat etliche Scheiben in Wohnhäusern und Autos in der ruhigen Wohnstraße zersplittern lassen. Auch beim Bürgermeister, der nur zwei Grundstücke entfernt wohnt, gingen im Haus zwei große Scheiben zu Bruch. Der Sohn des Bürgermeisters hat den Knall gehört. „Ich habe erstmal nachgesehen, ob das bei uns im Haus war.“

Die beiden Bewohner hätten viel an ihrem Haus gewerkelt und „zuletzt im Dach einen Erker ausgebaut“, sagt ein Nachbar. Auch Bürgermeister Petersen kennt das Paar: „Die sind hier zugezogen und haben sich durch ihre nette und freundliche Art schnell in die Dorfgemeinschaft eingelebt.“ Ob es eine öffentliche Trauerfeier geben wird, ist noch offen.

Von Vera Jansen

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