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Ein Toter und mehrere Verletzte bei Glätteunfällen in Niedersachsen

Der Schnee bescherte Niedersachsen glatte Straßen, Unfälle und Schulausfall - zum Wochenende soll es nun wärmer werden. Autofahrer müssen aber vorsichtig bleiben.

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Glatte Straßen auch auf den Autobahnen wie hier auf der A2 bei Garbsen.

Quelle: dpa/Archiv

Schwarmstedt/Rinteln/Hildesheim. Tagelang hatte der Winter Niedersachsen fest im Griff - zum Wochenende hin soll es nun milder werden. Die Temperaturen liegen dann deutlich über null Grad. Da die Böden noch gefroren sind, gibt der Deutsche Wetterdienst den Autofahrern aber keine Entwarnung: "Der Schnee geht in Schneeregen und Regen über, da besteht natürlich Glatteisgefahr", warnte am Donnerstag Meteorologe Thomas Ruppert.

In der Nacht zum Donnerstag hatte es bei mehreren Unfällen auf glatten Straßen im Land einen Toten und mehrere Schwerverletzte gegeben. In Schwarmstedt (Landkreis Heidekreis) starb ein Mann, als er mit seinem Auto von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. In Rinteln (Landkreis Schaumburg) wurde ein Auto am Bahnübergang von einem Zug erfasst und der Fahrer dabei schwer verletzt. Die Schranken waren nach Polizeiangaben offen - warum, war zunächst unklar. Sie funktionierten an sich einwandfrei, sagte eine Sprecherin.

Die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg ließen wegen der glatten Straßen am Donnerstag sogar die Schule ausfallen. Trotz schwerer Einzelfälle sei es in der Nacht zum Donnerstag insgesamt relativ ruhig gewesen, sagte Holger Heuer von der Verkehrsmanagement-Zentrale. "Die Leute haben mittlerweile verinnerlicht, dass Winter ist." Mit Blick aufs Wochenende blieb er daher auch gelassen: "Wir müssen sehen, ob die Wärme zuerst kommt oder der Regen. Wenn die Wärme zuerst kommt, haben wir gar kein Problem." Zudem arbeiteten die Räumdienste ausgesprochen gut, so dass die meisten Straßen schon früh am Morgen frei seien.

Im Harz wird der Schnee trotz milderer Temperaturen voraussichtlich liegen bleiben - auf dem Brocken lagen am Donnerstag nach Angaben des Wetterdienstes 82 Zentimeter Schnee, in Braunlage immerhin 45 Zentimeter. "In den höheren Lagen ist Wintersport optimal möglich", versicherte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbands, Eva-Christin Ronkainen. Es würden am Wochenende sogar weitere Lifte geöffnet, so dass Langlauf- und Abfahrt-Fans auf ihre kosten kämen. Wer unbedingt Schnee an Weihnachten will, muss die Feiertage wohl auch in den höheren Harz-Lagen verbringen. In der kommenden Woche sei zwar wieder mit kälteren Temperaturen um null Grad zu rechnen, sagte Meteorologe Thomas Ruppert. "Aber Weihnachten sieht nicht weiß aus."

A7 drei Stunden voll gesperrt

Auf der Autobahn 7 wurde ein Lastwagenfahrer bei einem Unfall in der Nähe von Hildesheim leicht verletzt. Er geriet mit seinem Lkw auf den Seitenstreifen und rutschte schließlich in den Graben, wie ein Sprecher der Polizei in Hildesheim berichtete. Für die Bergungsarbeiten musste die A7 in Richtung Hannover drei Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich mehrere Kilometer lang.

Auch bei einem Glätteunfall in Bassum (Landkreis Diepholz) wurden zwei Menschen leicht verletzt. Dort geriet eine 76 Jahre alte Autofahrerin nach Polizeiangaben in den Gegenverkehr und prallte mit dem Auto eines 45-Jährigen zusammen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa/kas

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